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June 01 2016

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politx.at – Es ist vorbei

April 17 2015

March 10 2015

Kurio Tablet im Test

Vor ein paar Wochen war es so weit. Viel früher als gedacht, aber dann doch irgendwie zu erwarten: Das erste Kinder-Tablet hat seinen Weg in unseren Haushalt gefunden. Es wirkt irgendwie sympathisch, ist handlich und angenehm in der Handhabung. Trotzdem war ich mir nicht sicher wie ich dazu stehen soll. Keine Frage, meine Kleine liebte es natürlich ab dem ersten Augenblick. Aber, das war ja klar.

Woraus ist es gemacht?

Unser Testgerät war ein Kurio Tab des Herstellers Kurio Interactive, das im Handel für rund 140 Euro zu haben ist.
Das Kurio Tablet kommt sehr gefällig daher, mit einem 7 Zoll Display (1024×600 pixel) – gerade gut geeignet für Kinderhände. Eine abnehmbare Silikonhülle schützt das Gerät vor den klassischen kleinen Handhabungsfehlern, die nicht nur bei den Kleinen vorkommen. Die Hülle liegt eng am Gerät an und lässt sich leicht runter und wieder drauf geben. Wie viel Stöße die Hülle tatsächlich aushält kann ich an dieser Stelle nicht sagen, eine intensive Nutzung (1 Kind über ein paar Wochen hinweg) hat das Gerät jedenfalls gut überstanden.
Ein kleiner Nachteil dieser schlanken Gestaltung ist, dass das Gerät keinen integrierten Ständer besitzt um es am Tisch aufzustellen. Dies mag beim Spielen am Tablet kein Problem darstellen, weil man es dabei im Schoß oder in beiden Händen hält. Wenn man aber Videos anschauen will, wäre eine entsprechende Vorrichtung dann aber doch angenehmer.

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Im Inneren des schmucken Kinder-Tablets läuft Android 4.4 KitKat. Ein 1.2 GHz Dual core Prozessor, 8 GB Speicher (mit Micro SDHC Card um bis zu 32GB erweiterbar) und 1 GB Arbeitsspeicher sorgen dafür, dass dem Spiel nichts im Weg steht. Naja, zumindest nicht allzu viel. Es ist eben kein Leistungsmonster.

Das Tablet verfügt über eine Front- und eine Rückkamera, die annehmbare aber sonst nicht besonders berühmte Fotos machen – für ein Kinder-Tablet völlig ausreichend.
Die Batterie liefert, subjektiv gesehen, eine überraschend gute Performance und lässt sich über Micro USB 2.0 Stecker flott aufladen.

Wie funktioniert es?

Sobald man das Kurio Tab erstmals einschaltet, wird man durch die Einrichtungsprozedur geführt: W-Lan einrichten, Elternkonto anlegen, Kinderkonten anlegen. Pro Kinderkonto kann festgelegt werden, welche Anwendungen und Funktionalitäten freigeschaltet sind, was das Kind zu welchen Uhrzeiten selbständig tun darf und für welche Tätigkeiten die Freigabe des Elternkontos benötigt wird. Ab dem Zeitpunkt können Kinder die für sie freigegebenen Tools nutzen.

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Der Eltern-Modus, mit der Möglichkeit mehrere Zugänge einzurichten und diesen unterschiedliche Berechtigungen zu geben, kann tatsächlich ein häufig auftretendes Problem lösen, das alle Eltern kennen, die den Kids ihre eigenen Tablets zur gemeinsamen Nutzung überlassen: In der Regel werden Apps gelöscht oder verschoben. (Zumeist sind es dann die eigenen Lieblingsapps.) Nicht gesetzte Einschränkungen ermöglichen In-App-Käufe.
Am Kurio Tab ist das alles kein Problem, da diese Einstellungen einfach angepasst werden können.

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Was kann man damit machen?

Jedes Gerät ist nur so gut, wie die Software, die darauf läuft. Dementsprechend ist man an die Vielfalt und Qualität der jeweilis angebotenen Apps angewiesen – und da gibt es einige. Am Kurio Tab hat man Zugriff auf den Android Store und den Kurio Store.
Der letztere besticht vor allem durch die einfache Aufteilung der Apps in unterschiedliche Alterskategorien, was das Zurechtfinden am Anfang um einiges erleichtert.
Da meine Test-Partnerin Klara vier Jahre alt ist habe ich mir vor allem die Apps angesehen, die für jüngere Kinder geeignet sind und nur wenig im Angebot für ältere Kids hineingeschnuppert. Wenig überraschend handelt es sich bei der Mehrzahl der angebotenen (und getesteten) Apps um digitale Versionen der Kinderspiel-Klassiker. Eine schöne Erweiterung der Offline-Spiele und definitiv genug Angebot um auch auf der längsten Reise mit Kind genügend Unterhaltung “out of the box” mitzuhaben.

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Dass in der Auswahl auch ein paar heftige Griffe ins Klo dabei sind kann sich jeder vorstellen. Von furchtbar nervigen bis zu absolut sinnlosen und schlecht gemachten Apps ist alles dabei. Die meisten Spiele werden von den Kleinen aber geliebt – egal wie schrecklich sie sind. Da ist man dann wieder froh über den Eltern-Modus. ;-)

Zusammenfassung und Verbesserungsvorschläge

Wenn ich über das Kurio Tab spreche bin ich versucht den Vergleich mit meinem iPad zu suchen, das ich sonst nutze und auf dem ich mit Klara immer wieder Videos ansehe. Das wäre aber kein funktionierender und fairer Vergleich, weil das iPad deutlich teurer und entsprechend besser ausgerüstet ist. Meine Nutzung (Primär als Arbeitsgerät und zum Videoschauen) unterscheidet sich auch enorm zum Kinder-Tab, auf dem ausschließlich gespielt wird.

Das Kurio-Tab ist ein gutes Zweit-Tablet, das man ohne große Angst den Kleinen in die Hände geben kann ohne Angst haben zu müssen, dass sie damit etwas anstellen. (Naja, zumindest nicht mehr als normal.)
Es ist einfach im Handling und bietet eine menge Features, die den Eltern das Leben einfacher machen und letztendlich den Kids eine Freude bereiten.
Wie jedes Tool hat auch dieses ein paar (kleine) Einschränkungen. So schützt die schicke Hülle das Gerät nicht vor Spritzwasser – eigentlich überraschend bei einem Produkt für Kinder.)
Mehrere Kinderprofile mit entsprechender Anzahl an Apps und Spielzeit könnten den Speicherplatz schon bald ausreizen. Dieser lässt sich zwar mit einer Micro SD Karte erweitern, in Zeiten von immer größer werdenden Anforderungen an die Speicherplatzgrößen hätte ich dann doch etwas mehr als 8GB vermutet. (Wie auch immer, für ein Kind reicht der Platz völlig und zwingt die Eltern von Zeit zur Zeit eventuell zur digitalen Hygiene. Auch nicht schlecht.)

Alles in allem gibt es für dieses Produkt aber eine Kaufempfehlung. Es ist im Großen und Ganzen an den Notwendigkeiten der Zielgruppen ausgerichtet und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Was man als Tablet-Neuling bedenken sollte

Mit der Übergabe des “kindersicheren” Tablets an die Kleinen ist es nicht getan. Es ist und bleibt ein Spielzeug, das überwiegend in Begleitung von Erwachsenen genutzt werden sollte.
Über das Gespielte reden, Rückmeldung einholen und Empfehlungen und Lösungswege anbieten ist ein wichtiger Teil dieses Prozesses.
Dadurch wird die Problemlösungskompetenz der Kleinen gesteigert und man selbst lernt viel über die Kids.
Ganz nebenbei wird gleichzeitig das große Frustpotential, das (vor allem unbekannte) Spiele mit sich bringen natürlich abgefangen.

February 02 2015

Früher war alles besser

Früher war alles besser. Das Gras war grüner, die Luft sauberer, die Kinder braver und das ganze Technikklumpert, das uns heute zu unsozialen und seelenlosen Zombies macht, hat es erst gar nicht gegeben. Menschen verblöden, so hat man den Eindruck, je länger sie mit Smartphons und diversen iGeräten zu tun haben.

Braucht das Kind ein Tablet?
Als ich neulich ein Tablet für Kinder für einen Testlauf zugeschickt bekam war ich erstmal skeptisch. Tablet für Kinder? Was soll das eigentlich genau sein? Braucht man das? Und vor allem, will ich das meinem Kind überhaupt in die Hand geben?

Kuzer Check bei den technikaffinen Eltern ergab ein oberflächlich gesehen eher überraschendes Feedback: Von “Ich halte von diesen Kinder-Tablets überhaupt nichts.” bis “Ein zusätzliches Ding bei dem man mit dem Kind darüber streitet, dass es jetzt lange genug damit gespielt hat. Unser Tablet ist grad im Service. Hoffentlich ist es richtig kaputt “ war einiges an Gegenwind zu vernehmen.
In weiteren Gesprächen stellte sich dann heraus, dass die Befragten genau um die Wirkung der Geräte wussten. Sie alle haben Tablets, welche von den Kleinen zumindest mitgenutzt werden können. Die meisten beschränken dabei die Nutzungsdauer und/oder die Nutzungsart.

Am Ende waren die Gespräche mit diesen Eltern dann irgendwie doch nicht überraschend. Sie hörten sich so an, wie unsere Eltern früher mal im Bezug auf die große Flimmerkiste argumentiert haben – nur mit dem Unterschied, dass die Kids heute noch etwas näher dran sind am Bildschirm als wir damals.

To tablet or not to tablet?

Ob einem Kind ein Tablet gut tut – was auch immer das bedeutet – kann ich nicht sagen. In einer Zeit in der diverse elektronische Geräte zum Alltag aller gehören lautet die Frage für mich nicht ob ein Tablet sein soll oder nicht. Sie lautet viel mehr was wir daraus machen.

Denn, die Nutzung zu verbieten oder im gemeinsamen Leben einfach zu ignorieren funktioniert einfach nicht. Schließlich sind da auch noch ein paar Kindergartenfreunde bei denen die Sprösslinge früh genug in Berührung mit allen Dingen kommen, die zuhause eventuell “verboten” sein könnten.

Das Kinder-Tablet “Kurio Tab” ist nun seit ein paar Wochen bei uns und es kommt im Großen und Ganzen gut an. (Details folgen demnächst in einem separaten Post.)
Letztes Wochenende saß meine nun fast vierjährige Tochter gemeinsam mit den Großeltern am Sofa und hat ihnen gezeigt, wie so ein Tablet funktioniert. Der selbstsichere Ton, in dem sie den Großen erklärt hat, was sie nun zu tun hätten, hat mich dran zweifeln lassen, ob früher alles tatsächlich besser war.
Auf alle Fälle war es anders. So viel ist sicher.

December 16 2014

Über die Vorfreude

Ich bin ganz schlecht im Warten. Immer. Ausnahmslos. Für mich funktioniert dieses Prinzip einfach nicht besonders gut. Kann mir auch nicht erklären warum. Ich finde es zum Beispiel besser, an der Kassa bereits dran zu sein, als an der zehnten Stelle in der Schlange zu warten. Ich fahre auch sehr viel lieber – als hinter Sonntagsfahrern hinterherzuschleichen. Auf der Rolltreppe gehe ich meistens anstatt zu stehen. Und bevor ich ewig auf irgendetwas warten muss, mach ich es am liebsten gleich selbst. So bin ich einfach.

Es gibt Menschen, die meinen, die Vorfreude sei die schönste Freude. Verstehe ich nicht. Naja, vielleicht doch, wenn es sich um ein Baby handelt, auf das man wartet bis es zur Welt kommt. Da mach ich dann vielleicht doch noch eine Ausnahme. Als Fast-Vater und -Mutter hat man vor der Geburt tausende Fragen und Überlegungen, die die Vorfreude tatsächlich zur schönsten Freude machen können.

Die Leute von Splash Brands haben wohl genau darauf gesetzt, als sie mir einen ihrer “Baby Steps”-Kalender geschickt haben. Dessen Prinzip ist einfach: Für jeden Tag bis zur Geburt ist ein Rubbelkästchen reserviert, hinter dem sich eine spannende Information rund ums Kinderkriegen für die neuen Eltern befindet.
Finde ich gut. Außer natürlich man hat schon ein Kind und weiß, was tatsächlich noch folgt. Da sind die Infos hinter den Rubbelfeldern auch nicht ganz neu. (Ich habe ja nicht alle Felder aufgerubbelt, aber wer weiß, ob da irgendwo auch etwas über schlaflose Nächte und die anderen Mühen des Elternseins steht. Das wäre dann definitiv überraschend.)

 

 

November 27 2014

Der ultimative Last minute-Adventskalender


Weihnachten steh vor der Tür. Dieser Blogbeitrag geht deshalb an alle Lastminute-Junkies, die noch keinen Adventskalender (dafür aber jede Menge Anspruch) haben.

Ich bin schon vor einigen Jahren davon abgegangen nur Standard-Adventskalender mit Schokolade zu verschenken. Das war mir dann doch irgendwie zu wenig Überraschung. Stattdessen bereite ich jedes Jahr einen individuellen Kalender vor, der abseits von ein paar Süßigkeiten und Früchten ebenfalls kleine Kinderbücher (zumeist Pixies), CDs und andere Überraschungen beinhalten.

Adventkalender Vorbereitung_c_Marko Zlousic

Dafür braucht ihr Folgendes: 24 Sackerl oder genügend Geschenkpapier und möglichst unterschiedlich große Dinge, die ihr im Adventskalender „verstecken“ wollt. Heuer hatte ich etwas weniger Zeit zur Verfügung und habe mich deshalb für die Papiersackerl-Variante entschieden, auf der auch noch die 24 Zahlen mit ein paar netten Mustern und Motiven aufgedruckt waren.

Jedes Adventkalender-Sacherl wird anders gefüllt_c_Marko Zlousic

In den Jahren zuvor habe ich in der Regel auf einfärbiges Geschenkpapier gesetzt. (Man muss ja auch noch die Zahlen gut sichtbar drauf schreiben können.) Einmal gestaltete ich zur Abwechslung eine Mini-Adventkalender-Stadt aus vorgefertigten Schablonen, die ich nach dem Kauf „nur noch“ ausschneiden, falten und kleben musste. So viel wie damals hatte ich schon lange nicht geflucht.

Wie auch immer: Den Adventskalender platziere ich meistens in unserem Bücherregal. Manchmal verstecke die einzelnen Geschenke auch im ganzen Haus. So bleibt es nicht nur spannend, was man bekommt sondern ob man das Geschenk denn überhaupt findet. ;-)

Adventkalender_c_Marko Zlousic

Wer es nicht so mit dem Basteln oder wenig Zeit hat kann entweder auf vorgefertigte Schachteln zurückgreifen und diese einfach befüllen oder auch einfach einen der spannenderen „All-Inclusive-Adventkalender“ besorgen. Nachdem ich letztes Jahr ebenfalls den Stiegl-Adventkalender im Haus hatte ist mir heuer der LEGO-Adventkalender in die Hände gefallen.

LEGO City Adventkalender_c_Marko Zlousic

Das kaum überraschende aber umso bestechende Prinzip: Hinter jedem Türchen verbirgt sich ein Teil einer großen Geschichte, die man dann am 24.12. zu Ende erzählen kann. Je nach dem wie alt das Zielpublikum ist gibt es den Kalender in der Ausführung City, Friends oder Star Wars.

LEGO City Adventkalender (aufgeklappt)_c_Marko Zlousic

Find ich ganz spannend, wobei ich erst in ein paar Wochen sagen kann ob das mit dem Warten tatsächlich funktioniert, wenn meine Kleine weiß, dass sich hinter den Türchen noch mehr Figuren befinden.

LEGO City Adventkalender - da weiß man, was drinnen ist_c_Marko Zlousic

Einen großen Vorteil hat der Adventskalender von LEGO jedenfalls: Die Ultra-Lastminute-Junkies haben damit definitiv noch die Chance auf leuchtende Kinderaugen noch vor dem 24.12.

November 21 2014

„Ich glaub das Christkind, das seid ihr…“ – Wenn Kinder anfangen die FRAGE zu stellen!

Neulich durfte ich beobachten…:

Kind: Ich glaube ja nicht, dass es den Weihnachtsmann oder das Christkind gibt. Ich glaub, das seid ihr.
Mutter: Dann gibt’s wohl keine Geschenke, wenn es die nicht gibt.
Kind: „Schweigen“
Kind: Ich schreib jetzt den Wunschzettel und wenn er dann weg ist, such ich in der ganzen Wohnung ob er doch noch da ist. Und wenn ich ihn finde, bekommt ihr richtig Ärger!
Mutter: „Schluckt und schaut nervös zu mir“

Den Weihnachtsmann getestetDie FRAGE!
Viele Eltern fürchten den Tag an dem es passiert, an dem die FRAGE kommt: „Gibt es das Christkind bzw. den Weihnachtsmann?“ – Was tun? Wie reagieren? Wie lange darf/soll ich den Glauben des Kindes aufrechterhalten oder fördern?

Die ANTWORT: „Kinder brauchen Märchen“
Wusste auch Bruno Bettelheim (1903 – 1990). Der Kinderpsychologe wies in seinem gleichnamigen Buch darauf hin, dass eine Welt ohne Märchen eine Welt ohne Geheimnisse sei. Kinder brauchen Märchen und bis dato sind noch keine groben Gewalttaten von Kindern gegenüber ihren Eltern bekannt, nachdem dieses Märchen von ihnen aufgedeckt wurde. Und hat das Ganze nicht eigentlich hauptsächlich mit Glauben zu tun? Sprich, an den Weihnachtsmann bzw. das Christkind oder was auch immer zu glauben? Da stellt sich mir die Frage, warum wir Kindern diesen Glauben nehmen sollen wo doch, wenn geschickt angestellt, sich dieser sehr lange aufrechterhalten lässt.

Erwachsene spielen doch auch Lotto!
Der Erfolg gibt den Kindern ja Recht. Sie glauben an XY, wünschen sich etwas und – hier kommt der Faktor „Brav-sein“ ins Spiel – bekommen entsprechend Geschenke. So, jetzt nehmen wir einmal nur in Österreich die Millionen Lottotipps, die regelmäßig von Erwachsenen abgegeben werden, her. Die glauben auch alle, dass sie gewinnen werden. Welche von den beiden angesprochenen Gruppen ist jetzt aber, basierend auf der Erfolgsquote, die „blödere“?

Wohin mit dem Brief ans Christkind?
Na hier hin:

An das
Christkind
Postamt Christkindl
Christkindlweg 6
4411 Christkindl
ÖSTERREICH

Wer auf Nummer sicher gehen möchte:
Irgendwie ist es auf Dauer schwierig, gleichzeitig beim Kind zu sein und andererseits die Geschenke bzw. den Baum, oder was auch immer, vorzubereiten. Daher werde ich dieses Jahr einmal versuchen, mir aus dem unmittelbaren Umfeld ein unverdächtiges Helferlein zu suchen, das mir das Christkind macht.

„Du bist ja Irre!“

War der Ausruf meiner lieben Miterziehungsberechtigten, als ich ihr von meinem Plan erzählte, wie ich unsere Tochter aus dem Bann des Zweifels befreien möchte. „Du kannst doch nicht die Nachbarn unseren Baum schmücken und die Geschenke hinlegen lassen!“ Naja, sie hat ja nicht ganz Unrecht, wenn man das wirklich ordentlich machen möchte, dann dauert das sicher ein bis zwei Stunden und gerade zu der dafür vorgesehenen Zeit (24. Dezember 15:00 – 17:00 Uhr) ist irgendwie jeder lieber wo anders als beim Nachbarn Baumschmücken ;-) . Darum habe ich etwas an meinem Plan gefeilt und bin zu folgendem Ergebnis gekommen: Ich werde den Baum und die Geschenke fix und fertig auf einem Möbeltransportbrett vorbereiten und die Äste behutsam so mit Wollfäden nach oben binden, dass der Baum ganz einfach von einem Versteck in der Wohnung/vom Balkon an die vorgesehene Stelle geschoben werden kann. Die Pakete werden ebenso fix und fertig in einem großen Sack deponiert. Somit sollte das  Ganze in 12 bis max. 15 Minuten zu erledigen sein. Dafür sollte ich jemanden gewinnen können. Ich freu mich schon, euch von dem Ergebnis berichten zu können…
In ein, zwei Jahren:
Wird unsere ältere Tochter vielleicht zum noch älteren Bruder sagen: „Ich glaube zwar nicht mehr an den/das XY, aber ich möchte meinen Eltern die Freude nicht nehmen…“ Und Recht hat sie!!!

In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine schöne Adventzeit und viel Spaß beim Vorbereiten des wohl mit Kindern schönsten Abends im Jahr.
Eure Ultimatemom Ralf

Ronny Portrait kleinDank dem Comiczeichner!
Ein großes  Dankeschön ergeht bei diesem Beitrag an den Comiczeichner und Grafiker Ronny Kikowatz, der das Beitragsbild extra für uns angefertigt hat. Hier noch seine Website: http://ronnytoons.wix.com/ronnytoons

Links:
Postamt Christkindl

Bildrechte:
Titelcomic: Ronny Kikowatz ronnytoons@gmx.at

November 19 2014

Olympus Playground Wien – Papa braucht eine neue Kamera

Ich liebe meine Canon-Fotoausrüstung. Sie ist gut, vielfältig, schön und verlässlich. Doch, auch in der kleinsten Zusammenstellung ist sie vor allem schwer und hängt sich mit der Zeit ordentlich rein. Wenn man dann auch noch Wert darauf legt, die Kamera überall hin mitzunehmen – Gelegenheiten gibt es ja viele – steht man vor dem Problem entweder wie ein gut ausgerüsteter Packesel durch die Gegend zu gurken oder eben doch auf das gute alte iPhone zurückzugreifen. Die meisten Bilder meiner Kleinen habe ich am Smartphone gemacht. Gut genug, aber eben nichts für den höheren Anspruch.

Die Lösung: Papa braucht eine kompakte Kamera, die fast so viel kann wie die große Spiegelreflex und trotzdem so klein ist, dass sie in die Jackentasche passt. Gut, dass ich heute an der exklusiven Führung durch den Olympus Playground Wien teilnehmen  und die Olympus OM-D E-M10 ausprobieren konnte. 

Über diese Spielwiese für Fotografen will nicht zu viel verraten. So viel sei aber gesagt: Lässige Location, schöne Kameras zum Anfassen und Ausprobieren, tolle Installationen und nach dem Besuch der Wunsch noch die ganze Nacht weiter zu fotografieren. Der Photography Playground Wien steht euch – bei freiem Eintritt – noch bis zum 19.12.2014 offen.

Hier sind einige Bilder von heute Abend…

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Alle Aufnahmen (Copyright: Marko Zlousic) wurden mit einer Olympus OM-D E-M10 gemacht. Preis im Paket mit dem getesteten Pancake-Objektiv: ca 800 Euro.

November 06 2014

MATADOR – ein Spielzeug wie damals! oder?

Kennt ihr das noch? Man schüttelt das Weihnachtspackerl und kann schon dem Geräusch nach sagen was es ist. Bei Matador-Baukästen hat das so gut wie immer funktioniert und bereits vor dem Auspacken ein Lächeln auf die Gesichter der Kinder gezaubert.
Aber, ist das heute auch noch so? Ist Holzspielzeug, in Zeiten von iPad und Co, nicht total out? Hat es bei Matador nicht 2009 einen Großbrand gegeben der alles vernichtet hat? Ist das noch was „Österreichisches“ und letztendlich spielen Kinder von Ultimatemoms mit sowas? Wir machten den Test…

„Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich.“ (Konfuzius)

Mit diesem Zitat beschreibt Matador selbst nach über 110 Jahren Erfolgsgeschichte top aktuell das eigene Spielend-lernen-Prinzip. Trotz des Großbrandes konnte der Familienbetrieb schnell wieder die Produktion aufnehmen und weiter österreichisches Traditionsspielzeug 100%-Natur produzieren.

Die neuen Serien haben es in sich:
BA (Babyarchitect) mit rosa Kennzeichnung für Kleinkinder ab 1,5. Ki (Kinder) mit grüner Kennzeichnung für Kinder ab drei. Und last but not least Klassik (Klassik-Holzbaukästen) mit blauer Kennzeichnung für Kinder ab fünf. Wie schon immer von Matador gewohnt lassen sich beliebige Kombinationen erstellen und endlose Erweiterungen durchführen. Hier die Gesamtübersicht zum Download (Produktpalette Matador).

Auch der Kaukau darf nicht fehlen

Was wir zum Testen bekamen:
War der Ki1 für Kinder ab drei, mit 70 Teilen und einem Bauanleitungsheft mit 12 Modellen in genauer Vorgabe, dass heißt auf einer Seite sind die notwendigen Teile und eine Zeichnung die den Zusammenbau erklärt dargestellt. Weiters sind noch etliche Modellvorschläge am Ende des Heftchens zu finden. Diese Anleitungen sind übrigens alle auch auf der Website von Matador zu finden, was eine Kaufentscheidung vereinfacht.

Was wir gut finden:
Die Größe der Stäbchen und Klötze. Die sind größer und stabiler geworden. Das Ganze wirkt nun noch etwas haptischer. Die Teile wirken stabiler als früher und die Anleitung ist super intuitiv. Besonders gut gefällt uns, dass man auf der Anleitung auf einem Blick die vermutliche Zeitdauer, das Schwierigkeitslevel, die benötigten Teile und deren Anzahl hat. Da können die Kids auch gleich das Zählen mitlernen.

Was wir nicht so gut fanden aber einen Wow-Effekt erzeugte:
Früher hat es bei Matador einmal eine Holzzange gegeben mit der man wirklich auch die verklemmtesten Stäbchen wieder heraus bekam. Das führte leider aber manchmal auch dazu, dass selbige nach längerer Zeit dabei Schaden nahmen.  Jetzt gibt es eine schöne rote Zange die für Rädchen und Stäbchen vorgesehen ist. Dabei ist das Holz aus dem die Zange besteht bewusst so gewählt, dass es keine Teile beschädigen soll. Leider hat unsere Zange anscheinend eine leicht versetzte Ausnehmung zum Entfernen der Stäbchen, was dazu führte, dass der Papa den Leatherman auspacken durfte  und mit einem Stofftuch umwickelt sanft den Stäbchen zu Leibe rückte.
Jetzt zum Wow-Effekt. Als ich dann im Zuge meiner Recherchen bei Matador anrief um noch nach ein paar Sachen zu fragen wurde mir umgehend angeboten die Zange kostenlos auszutauschen und versichert, dass die versetzte Bohrung nur bei ein paar wenigen Exemplaren passiert sei. Dies war wohlgemerkt noch zu einem Zeitpunkt im Gespräch wo die andere Stelle nicht wusste, dass ich einen Test mache und kein „normaler“ Kunde war. Da merkte man die Qualität eines Familienbetriebes der den Kunden noch als Mensch und nicht als Zahl sieht.

Nach kurzer Weile Profi im Hämmern

Die strenge Ergebnis der Testerin Laura (6) – Auszüge aus dem Interview:


„Cool finden ich vor allem, dass man Werkzeug zum Zusammenbau benötigt und danach toll damit spielen kann  – Der Baukasten macht Spaß und mir gefällt besonders, dass ich hier meinen eigenen Hammer habe  – Toll finde ich auch, dass man hier bei den Plänen mehr Modelle zum Bauen hat als zum Beispiel bei anderen Kunststoffbausystemen – Ich kann hier auch das was ich baue nachher zum Spielen mit meiner kleinen Schwester (1,5 Jahre) verwenden -  Das geht da nicht so leicht kaputt wenn sie damit spielt – Ich denke, dass man ab 5 damit alleine spielen kann aber mehr Spaß macht es wenn ein Erwachsener dabei ist.“

Fazit:
Mit rund 45 Euro ist der Baukasten eine satte Investition. Betrachtet wir jedoch, dass was man dafür bekommt etwas kritischer – also 100% Natur, österreichisches Qualitätsprodukt, nachhaltig produziert, endlos erweiterbar, mitwachsend, super Kundenservice etc. dann sind die wohl gut investiert. Vielleicht darf es ja dieses Jahr zu Weihnachten einmal Holz statt Plastik unter dem Baum sein und vielleicht erraten ja unsere Kinder wieder durch das schütteln der Packerl was das Christkind, oder wer auch immer, gebracht hat…

Links:
Matador
Facebookseite von Matador
Ki 1

Ki1 im Test Nach kurzer Weile Profi im Hämmern Manta-Thors-Hammer Wenn's mal richtig klemmt Alle Info auf einem Blick Und schon hat die Giraffe Hörner Alles vorbereitet Auch der Kaukau darf nicht fehlen Gleich geht es los Ein Rädchen hier.. ...ein Rädchen da etwas gehämmert ein wenig gesteckt noch ein letzter Kloppfer sehen ob alles hält und fertig ist das Bauwerk fünf Minuten schneller als im Plan angegeben  ;-)

October 23 2014

Kein Sex für Quentin

Meine Frau sagt, ohne Bart sehe ich aus wie Quentin Tarantino. Und sie meint das nicht als Kompliment. Meinen Bart trag ich nämlich seit ich Sechzehn bin – in unterschiedlichen Ausformungen, was wohl dazu führte, dass meine Frau auch meinte, ich wäre ein wilder Typ und sie auf mich steht.
Ohne Bart aber tritt mein spitzes Kinn plötzlich in Erscheinung und erinnert sie an den Meister der blutrünstigen Filmszenen. Und auf den als Person steht sie nicht so. Und da “auf jemanden stehen” und Sex stark miteinander zusammenhängen bleibt der Bart eben dran. Bin ja nicht blöd.

Tja, und genau so kam es, dass ich bei Movember einfach nicht mitmachen kann. Ihr wisst schon, Movember ist die Aktion in der sich die Männer im November einen Oberlippenbart (”Mo”) wachsen lassen um ihre Umgebung damit zu provozieren und in der Folge auf das Thema Männergesundheit und Vorsorge thematisieren zu können.

Heuer kann ich ich mir zwar aus genannten Gründen keinen “Mo” wachsen lassen, unterstütze die Aktion aber trotzdem und werde…

  1. selbst zum Arzt gehen und mich informieren und untersuchen lassen (Schließlich bleibe nichtmal ich ewig jung und unantastbar)
  2. darüber reden (im Blog und persönlich)
  3. die Mo`s der anderen Männern beim Wachsen anfeuern (Das Zeug wächst ja nicht bei jedem wie Unkraut).

Österreichische Männer leben im Schnitt fünf Jahre kürzer als Frauen. (Es scheint was dran zu sein, dass Männer einfach seltener zum Arzt gehen und demnetsprechend früher abkratzen.) Wenn Movember dazu beiträgt, dass sich dieser Abstand ein wenig verringert bin ich auf meine Art dabei.

Und wenn mehr Männer so mit einem gepflegten Oberlippengehänge (wie in der Movember-Aktion von Christian Anderl) in der Gegend herumrennen und pausenlos für Gesprächsstoff sorgen, werden diese Männer ja vielleicht auch zum Meister der lässigen Dialoge. Tarantino nichts dagegen. Dann klappts ja vielleicht auch mit dem Sex. Weil “Auf jemanden stehen” ja nichts rein körperliches ist. ;-)

September 16 2014

Wer braucht schon Gebrauchsanleitungen für den Kinderwagen!?!

Die Gebrauchsanleitung hat zwei geschlechtliche Anwendungsgebiete oder das “vor” und “nach” Spiel: Nämlich einmal in die weibliche Anwendungsmöglichkeit und einmal in die männliche Anwendungsmöglichkeit.

Die weibliche Anwendungsmöglichkeit sieht vor, dass unmittelbar nach dem Auspacken und vor dem Gebrauch der jeweiligen Sache die Gebrauchsanleitung studiert wird und man  Frau sich über ein etwaiges Gefahrenpotential informiert.
Die männliche Anwendungsmöglichkeit sieht (wenn überhaupt) vor, nach dem Gebrauch der jeweiligen Sache in der Gebrauchsanleitung nur dann nachzusehen, wenn “des Klumpad ned so funktioniert” wie es sollte bzw. bereits entsprechende Missbrauchsschäden durch unsachgemäße Handhabung entstanden sind.

Der bessere Nutzer liest vorher nach: Getreu diesem Motto hat sich die Gesellschaft für Umwelt und Technik, kurz, ÖGUT vorgenommen eine Gebrauchsanleitung für eine Väterkarenz, mit dabei besonderem Blick auf die Herausforderungen für Unternehmen und Politik, zu entwerfen. (Ob mir nun im Nachhinein das etwas hilft kann ich noch nicht sagen. Jedenfalls werden wir über deren Abschlussveranstaltung am 23. September noch berichten.)

Für alle die uns bzw. mich dort treffen wollen und uns bzw. mir einmal so richtig die Meinung kundtun möchten, ich bin der blonde mit dem Ultimatemoms-T-Shirt. Es wird ersucht aufgrund der Obsorgepflicht für drei Minderjährige von Handgreiflichkeiten gegenüber dem “bloggenden Personal” Abstand zu nehmen. Schriftliche und mündliche Anregung, Wünsche oder Kritik werden natürlich gerne angenommen.

Wo ist nun die Gebrauchsanleitung für den Kinderwagen?
Als Ultimatemoms sehen wir uns natürlich auch gefordert eine Gebrauchsanleitung zu bieten und beginnen gleich hier mit einer: Passend zu der oben angeführten Veranstaltung gibt es ein Gewinnspiel lautend Pimp my Kinderwagen. Da habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen und mit der zeichnerischen  Unterstützung meiner geliebten Frau und Erziehungspartnerin einen Bugaboo 3000 entwickelt. (Da könnt ihr für uns voten!!!)
Diese “Daddys Choice” beinhaltet alle wichtigen und für Väter unersetzlichen Komponenten eines zufriedenstellenden Kinderwagens. Jegliche begriffliche Ähnlichkeit mit einem Binford 3000 od. so sind absolut unbeabsichtigt und nicht gewollt. :-)

Hier ist die Anleitung (Bild siehe am Ende):

  1. GPS-Navi: Am Handgriff befindet sich das formschöne und stets upgedatete “Kiwanavi” welches ein Durchqueren des Großstadtdschungels (Öffifahrplan) genauso leicht ermöglicht wie den Kampf im Gelände.
  2. Notfallbutton: “Niemals ohne”  – Dieser überlebenswichtige Knopf ermöglicht es, aus egal welcher Lage, eine Video- und Sprechverbindung mit dem anderen Erziehungspartner bzw. einer sonstigen kompetenten Beratungsperson (gem. Vorprogrammierung) herzustellen und garantiert, auf einer eigens abgeschirmten Leitung, die Anleitung zur Rettung ohne peinlicher “Schlechtnachrederitis”
  3. Der Flaschenwärmer: Wie kann man überhaupt noch Becherhalter produzieren die nicht gleichzeitig mittels solarbetriebener Warmhaltefunktion ausgestattet sind?
  4. Licht: Wie soll man denn sonst spät abends, aus dem schlecht beleuchtetem Vereinslokal kommend, feststellen, dass man das richtige Kind mitgenommen hat bzw. die Taschentücher in der Wickeltasche finden?
  5. Integrierter Wickeltisch: In praktischer Nähe zum Licht. Selbsterklärend oder?
  6. Solarladegerät: Unsere ultimative “lets be autark” Energiequelle – Muss mindestens ein 17″ Notebook am Laufen halten können.
  7. Müllbehälter: Es braucht “einen” Platz für Müll. Einen! Nicht zwei, drei oder vier. In irgendwelchen Innentaschen etwaiger Seitentaschen suchen wir keinen Müll nachdem wir es endlich in den immer viel zu kleinen Kinderwagenraum geschafft haben und rätseln, wie wir da jetzt mit drei Taschen, einem Rucksack und der kleinen Gewandreservebag (Marke Umzugscharakter) der geliebten Oma auch noch ein Kind die Treppe hochtragen sollen.
  8. automatischer, ausfaltbarer Regenschutz: Wie den auch sonst? Wenn ich jedes Mal den, stündlich ändernden, Wetterdienst befragen muss um richtig ausgerüstet das Haus verlassen zu können, kann ich mir gleich die Kugel geben.  Das dann der Standardschutz den kübelweisen Regen nicht ausreichend abhält bringt Väter regelmäßig zur Verzweiflung.
  9. integrierte Heizung: Ein Muss! Wie bereits bei Punkt 8 beschrieben ist das mit der Wetterplanung so eine Sache und daher von enormen Vorteil wenn man mit ein paar Grad mehr ein etwas zu Wenig an mitgenommener Kleidung kompensieren kann.
  10. Babyentfernungssensor: Nicht, dass das jemals einem Vater wirklich brauchen würde. ;-) aber zur Beruhigung der Mütter hätte so ein Teil, das laut piepst wenn sich das Kind weiter weg als drei Meter von der eingeteilten Betreuungsperson entfernt, schon was…
  11. Windelspender: Ein griff, ein klack und schon ist die fertig ausgefaltete Windel richtig in der Hand. Sobald mehr als eine Hand für so etwas nötig ist haut der Hintern des Kindes vielleicht schon ab und dann hat man die Schei….. wo man sie nicht haben möchte. Ich denke gerade hier liegt der Vorteil, im wahrsten Sinne des Wortes, auf der “Hand”.
  12. Wegfahrsperre mit integrierter Alarmanlage: Gleich nach den Fahrrädern werden Kinderwagen häufig geklaut. Außerdem lässt sich so auch in einem der riesigen Indoor-Spielparks  der Wagen wieder leichter finden.
  13. integrierte Spieluhr mit Sternenhimmelprojektor und Videobabyphone. Wer kennt das nicht? Das Kind will nicht schlafen und der Weg zur Sternwarte bzw. Planetarium ist zu weit. Hinkünftig kein Problem mehr. Auch wenn der Kinderwagen zur anschließenden Übernachtungsmöglichkeit wird. Dank des Videobabyphones kann auch aus der Entfernung stets ein Auge auf den Wonnepropen geworfen werden.
  14. Reflektoren: Klingt banal fehlt aber leider bei vielen Kinderwagen in ausreichender Anzahl.
  15. Papanotsitz – wegklappbar: Na irgendwo muss Mann ja sitzen!
  16. Warpgondeln: Wir haben lange überlegt aber ja, die müssen sein. Wenn es echt darum geht Zeit wettzumachen sind die unschlagbar. Von Null auf Warp fünf in null Komma nichts.
  17. Feuchttuchspender: Wie bei den Windeln. Einziger Unterschied, da man die auch für viele andere Gelegenheiten brauchen kann (z.B. Essen usw.) sind diese in besserer Griffweite.
  18. Wickelutensilientasche: Also Windelcreme, Handschuhe, Chemisch- und Biologische Schutzausrüstung (je nach Nahrungsmittelzufuhr), etc.
  19. Mikrowelle: Selbsterklärend. Ping = Fertig
  20. Schutzschild: Ein Muss. Vorzugsweise in Keilform sorgt dieser Schild für ein fließendes Vorwärtskommen. So kann sich auch niemand mehr aufregen, dass ein Kinderwagen irgendwo den Weg verstopft.
  21. Wartungs-App: Zu guter Letzt das eigentliche Highlight des Bugaboo 3000. Die Wartungs-App garantiert einen reibungslosen Umgang mit dem Kinderwagen. Sie weist uns automatisch auf alle erdenklichen Gefahren hin und sorgt selbständig, mittels den entsprechenden Bestellungen in div. Versandhäusern, für ausreichende Befüllung der Verbrauchs-Materialien sowie für die automatische Aufnahme der Lieblingssendung bei späterem Heimkommen. Letztendlich erspart die App uns das Lesen nervender Gebrauchsanleitungen. – DANKE fürs Lesen der Gebrauchsanleitung ;-)

Daddys Choice

In der Hoffnung, dass ihr jetzt absolut begeistert seid von diesem Bugaboo 3000 “Daddys Choice” gibt es unter folgendem Link die Möglichkeit für ihn als tolles Zukunftsmodell zu Voten: Bugaboo 3000 “Daddys Choice” völlig selbstlos würde ich im Gewinnfall den zu gewinnenden Kinderwagen in meine Obsorge nehmen und für ausreichend Bewegung sorgen. Da der bisherige Kinderwagen leider von einem SUV-Fahrer im Rahmen einer Busschneideaktion, auf dessen eigener Spur, und der damit verbundenen Notbremsung mit dem entsprechenden Crash darin, kaputt gegangen ist, würde der Einsatz ein äußerst sinnvoller sein. Vorweg, den Kindern ist zum Glück nichts passiert.

Ich freu mich schon euch bei der Veranstaltung zu treffen bzw. euch von selbiger zu berichten.

Linksammlung:
Hier das Forschungsprojekt: Väterkarenz – Auswirkungen auf Karrieren von Männern
Für alle die sich ebenfalls anmelden wollen: http://www.oegut-registration.at/va/vaeterkarenz/
Und das dazugehörige Programm: http://www.oegut.at/downloads/pdf/g_vaeterkarenz-programm.pdf

September 05 2014

Ich stehe zu dir!

Es ist wohl der Traum aller Eltern, eines Tages, wenn das eigene Kind in der Klemme steckt, helfen zu können. Es ist der Traum im richtigen Augenblick genau den richtigen Satz zu sagen und das Richtige zu tun – egal ob es das Aua nach einem Sturz, der Liebeskummer, eine versiebte Prüfung oder auch größere Dramen, die im Leben eines Kindes aufkommen.

Viel öfter, und das kennen wir alle, sagt man aber in genau diesen wichtigen Augenblicken das Falsche. In diesem Augenblick wird aus dem Traum ein Alptraum, in dem man machtlos ist und sehenden Auges die falsche Abzweigung nimmt. Man macht es einfach. Es rutscht einem raus und dann ist es da und man kann nicht zurück. Man kann nur versuchen es dann doch irgendwie zu richten. Oft ist der Augenblick dann aber vorbei.

Diesen einen Augenblick hat nun Hornbach mit seinem neuesten Spot ganz originell erwischt. Feine Sache, gratuliere! Vielleicht klappt es mit diesem Beispiel auch besser im echten Leben. Ich mach es einfach zu meinem Projekt. ;-)

Foto und Video: Copyright Hornbach

August 21 2014

Ich bin die Mama! – Sechs Monate Väterkarenz, ein Resümee.

Wie alles begann…
Einige können sich vielleicht noch an einen meiner ersten Beiträge “Weg! Nicht die Mama!” erinnern. Darin ging es vor allem um den Klassiker der männlichen Erziehungsrolle. Ich versuche das einmal im Zuge eines, damals für mich typischen, Vater/Kind-Gespräches darzustellen:

Kind: Mama!
Kind: Mamaaa!!
Kind: Mamaaaaa!!!
Kind: Papa?
Papa: Ja?
Kind: Wo ist die Mama?

Das könnte vor allem daran liegen, dachte ich mir, dass die Mutter die Ansprechperson Numero Uno ist. Leider konnte ich das auch aufgrund einer, bei Tochter Nummer eins nie stattgefundenen Väterkarenz auch nicht ändern.**
Damals war ich so blöd und habe für einen besser bezahlten Job klein bei gegeben. Jetzt, nach meiner Väterkarenz von fünf Monaten und vier Wochen mit unserer zweiten Tochter, würde ich das nicht mehr machen. Warum? Na liest am besten selber weiter…

“Wenn du Gott zum Lachen bringen willst…
dann mach Pläne.” dieses abgewandelte Zitat von Blaise Pascal beschreibt ziemlich gut mein “Erwachen” in den ersten Tagen meiner Väterkarenz. Auch wenn ich kein Christ mehr bin so halte ich die Essenz dieser “Weisheit” für eine Religions bzw. Lebenseinstellungsübergreifende. Und was für Pläne ich nicht hatte. Ich wollte schon mit einer eigenen Blog-Serie über die unterschiedlichen Wiener Parks und Chillout-Areas starten. So nach dem Motto “Wo man mit dem Kind am besten büseln kann!”. War wohl nix. ;-) Was soll ich sagen, als Erstes hatten wir einen Umzug zu koordinieren, Zweitens war eine Wohnung komplett neu einzurichten, Drittens kann man noch so oft bereits Vater sein, KARENZ IST ANDERS! GANZ ANDERS…

Zeit bekommt eine neue Bedeutung, die Prioritätenreihung auch
Einkaufen mit Kleinkind, Kinderwagen und Wickeltasche ist echt irre. Dagegen war eine Einmannkampfdeckung mit dem Kampfanzug 3 (sau schwer) bei einer Gefechtsübung zu beziehen ohne dabei etwas zu verlieren und sich wund und blau zu schlagen eine Kleinigkeit.

Nicht einmal das “abenteuerliche” Bundesheer kann einem auf so einen Einsatz vorbereiten. Warum das für Männer eventuell etwas schlimmer ist? Na weil für uns eine Welt zusammenbricht.

Ich will hier keine Klischees bedienen aber für mich musste immer alles planbar, koordinierbar und überschaubar sein und die Kurzantwort darauf ist “vergiss es!”.  Früher hab ich gesagt “ich bin um 9:00 Uhr da.”. Heute sage ich nur, ich hoffe ich schaffs am Vormittag. Kinder bringen einem echt Geduld bei und auch Gelassenheit. Es entstehen andere Prioritäten wie, sind genug Windeln etc. da, kann der Schlafrhythmus eingehalten werden, schaff ich es nebenbei was zu kochen usw.. Zeit die ich normalerweise für diesen Artikel gebraucht hätte: ca. 2 Stunden. Zeit die ich tatsächlich für diesen Artikel Nebenbei gebraucht habe, einen ganzen Tag.

Such dir keine Arbeit, denn sie kommt von ganz alleine auf dich zu
Du wolltest endlich mal die Fahrräder richten? Ein paar Lampen montieren? Was ordentlich durchsortieren? Tu es nicht! Es bringt nix. Die Fahrräder stehen jetzt schon seit zwei Wochen bei mir auf der Loggia und immer dann wenn ich etwas “nebenbei” machen will kommt was anderes dazwischen. Etwas wegzuwischen, zu waschen, einzuräumen, mitzuspielen, rauszugehen etc. Und das ist gut so.

Und  NEBENBEI gibt’s nicht!

Kinder machen Glücklich und ich kann’s beweisen
Erst neulich habe ich in einem Artikel gelesen, dass Glücksforscher (die existieren wirklich) festgestellt haben, dass der große Schlüssel zum Glück im Erleben des Momentes besteht. Sprich je mehr bzw. öfters der gegenwärtige Moment als solcher ganz bewusst wahrgenommen wird, desto glücklicher, ausgeglichener etc. ist man. Mit Kindern kann man gar nicht anders als im Moment zu leben. Im Jetzt. In der Zeit in der Kleinspielzeug der Eltern größter Feind ist. Egal wie oft man durchsortiert und wegräumt die kommen immer wieder. Sämtliche Barbiekleinteile wie z.B. mini Ringe und Ohrenstecker, Schuhe etc. der großen Schwester werden beinahe täglich von meiner Kleinsten per Mund durchgewaschen.

Mittlerweile sind wir schon so ein tolles Team, so dass ich nur mehr die flache Hand ausstrecken muss und mir wird das fein säuberlich gewaschene Kleinteil in die Hand gespuckt. Diese Phase will auch gar nicht aufhören. Es ist schon eine richtige Challenge. Sieht Papa eh nicht das ich mir mal wieder was in den Mund gesteckt habe und grinst.

Für mich hat die Geldwäsche eine völlig neue Bedeutung bekommen.

Daher kann ich gar nicht anders als nur Glücklich zu sein. Würde ich nicht im Jetzt leben wären wir sicher schon gefühlte hundert Mal im Kinderspital gewesen. So waren wir das zum “Glück” noch nie, klopf, klopf, klopf.

Willkommen in einer Zeit des Entertainments
Niemand ist ein besserer Entertainer als die eigenen Kinder. Sie wissen genau, wo und wann sie einem packen müssen und schaffen es mit Charme, ungewolltem Slapstick und wahnsinniger Kreativität entweder zum Weinen, oder aber hoffentlich den meisten Fällen, zum Lachen zu bringen. Beispiel gefällig? – Erstes Mal Rutschen. Auf der Rutsche sind wir ganz begeistert, weil da viele kleine Steinchen oben sind die toll Lärm machen wenn man sie runter rasseln lässt. Weil uns Steine so faszinieren stürmen wir gleich hinterher (kann gerade einmal seit einem Monat laufen) und weil das so toll ist, machen wir das gleich mit dem Gesicht voran und baggern richtig schön am Ende der Rutsche in den Schotter rein. Wie dann das verdutzte Gesicht wieder auftaucht spuckt es die Steine aus und schmeißt sich vor lauter lachen weg und ich, nach  einer Schrecksekunde, gleich hinterher.

Nicht die Mama 2.0
Als meine Frau und ich zu Tisch bei einer gemeinsamen Tasse Kaffee saßen (super selten wenn die Kinder noch wach sind) begab sich folgendes Geschehnis: Kleine Tochter spielt mit großer Tochter vergnügt vor sich hin als sie “aufspringt” und in unsere Richtung läuft. Dabei schreit sie ganz laut Mama, Mama, Mama und macht die Arme auf. Meine Frau steht vom Sessel auf und freut sich, dass sie so fleißig läuft und bereitet ebenso die Arme aus. Ich bleib bei meiner Tasse sitzen. Die kleine läuft weiter Mama rufend an ihr vorbei zu mir hin und will auf meinen Schoß.

Tja, das wär dann auch schon mein Resümee, Es heißt zwar noch immer Mama, Mama, Mama aber gemeint bin ich. Der Blog heißt aber auch Ultimatemoms und nicht Ultimatedads ;-)

Die Empfehlung zum Schluss
Väter dieser Welt, geht unbedingt in Karenz! Nehmt von mir aus “nur” die letzten fünf Monate plus ein paar Wochen am Ende der maximalen Karenzzeit aber geht unbedingt. Es gibt nirgendswo auf dieser Welt so viel Kohle die diese tolle, lebensverbindende Zeit aufwiegen könnte. Von dem Vorteil für die Einsicht bei vielen Themen in der Partnerschaft spreche ich noch gar nicht. Ich denke meinen Partner jetzt viel besser zu verstehen und auch die kinderspezifischen Erlebnisse besser, weil einfühlsamer, teilen zu können.

So keep calm and daddy on!

 

 

 

** Warum ich die Karenz bei meiner ersten Tochter nicht wahrgenommen habe? Leider hat der Arbeitsgeber eine Finte bei der Karenzbeantragung eingebaut (gilt natürlich für beide Geschlechter). Die Arbeitsplatzsicherung (genau der Arbeitsplatz den man zuvor inne hatte) bleibt nur dann bestehen wenn sich die Karenzdauer nicht über sechs Monate erstreckt. Das wäre bei mir an sich egal gewesen, weil ich eh nur vier Monate gehen wollte und danach wieder mit meiner Frau gewechselt hätte. Genau darin lag übrigens die Krux. Da die maximale Karenzdauer (auf das Kind bezogen) zu meinem Antritt insgesamt mehr als sechs Monate betragen hätte, in meinem Fall acht weil vier Monate ich und die restlichen vier meiner Frau geplant waren, sagt der Arbeitgeber nein zur Arbeitsplatzsicherung bzw. zu der Versetzung auf einen bereits zugesagten Arbeitsplatz. Ich könnte ja, rein Rechtlich, länger als die eingereichten vier Monate gehen und deshalb Nada.

August 15 2014

Ein Männerwochenende mit dem Volvo XC60 D5 im Test

“Grüß Gott”, sagte der alte Mann, der sich uns näherte. “Darf ich ihn mir mal aus der Nähe ansehen?” Wir standen an einem Bergsee auf der Seetaler Alpe und waren gerade dabei ein paar Aufnahmen vom Volvo XC60 zu shooten. Die Anfrage des alten Herren überraschte uns zwar ein wenig, verwunderte aber gleichzeitig kaum. Doch, fangen wir am Anfang an…

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Alle zwei Jahre gedenken wir eines wahrhaft denkwürdigen Junggesellenabschieds und begehen ihn immer wieder. Das Prinzip ist simpel: 4 Tage, nur Männer, in einer möglichst abgelegenen Hütte, Lagerfeuer, Unmengen an fester und flüssiger Verpflegung und ein loses Rahmenprogramm, das nie hält.
Heuer machten wir es uns auf der Seetaler Alpe gemütlich. Mit im Gepäck – oder besser voll mit unserem Gepäck – war der Volvo XC 60 R Design. Im Gegensatz zum Test vor zwei Jahren sollte dieses Modell nicht auf seine Familien- sondern auf die Männer-Tauglichkeit geprüft werden.

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Komm, wir müssen jetzt einkaufen gehen
Kennt ihr das, wenn ihr hungrig einkaufen geht und deshalb haufenweise sinnloses Zeug in den Einkaufswagen stopft – und zwar immer viel zu viel davon!? Tja, dann solltet ihr niemals mit Hunger für ein ganzes Wochenende einkaufen. Das könnte womöglich darin enden, dass ihr genug Grillgut für vier Grillabende habt, obwohl ihr tatsächlich nur einen eingeplant hattet. Der XC60 war jedenfalls mit all den unbedingt notwendigen Einkäufen kaum überfordert solange man den Rücksitz umlegte. (Und das konnten wir ja immerhin, denn ausnahmsweise gab es keine Kindersitze, die wir am Rücksitz montieren mussten. ;-)

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Wie viel Bier passt eigentlich in den Wagen?
Viele von uns finden den alten Mini oder den urigen Cinquecento ganz cool. Doch im Sinne von relevanten Bier-Transporten für ein verlängertes Männerwochenende sind solche Wagen einfach nicht zu gebrauchen – außer natürlich es sind ganz viele, Wagen. Nachdem wir also die unterste Reihe des KC60-Kofferraums mit Bierpaletten ausgefüllt hatten und selbst befürchteten, dass wir nicht über das notwendige Durchhaltevermögen für einen wirklich umfangreichen Bierstapeltest verfügen, einigten wir uns auf die einzig wahre Antwort auf unsere Bier-Frage: Viel.

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Sicherheit geht noch immer vor
Ich bin echt gerne mit dem Auto unterwegs. In der Stadt brauche ich es zwar kaum, aber Überlandfahrten und Roadtrips stehen laufend auf dem Programm. Dafür ist nicht sehr viel nötig – vier Räder, eine charmante Begleitung, gute Musik und die Straße reichen schon völlig aus. Wenn man allerdings hinter dem Lenkrad eines fast zwei Tonnen schweren Boliden mit 215 PS sitzt und bei jeder Beschleunigung sanft in die Sitze gepresst wird, entdeckt man, dass es doch die eine oder andere Annehmlichkeit gibt, die einen durchaus noch ein paar Stunden länger durch die Gegend fahren lassen könnte. Was allerdings nichtmal die Sicherheitsspezialisten von Volvo erfunden zu haben scheinen ist eine Scheibenwischanlage, die in der Lage ist, die mit toten Fliegen ausgefüllte Frontscheibe sinnvoll zu reinigen. Naja, bevor es zum Unfall kommt bleibt man eben doch bei der nächsten Tankstelle stehen. Die Sicherheitsausstattung an Bord kann sich ja auch nicht um alles kümmern.

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Was soll ich eigentlich mit diesem Riesentrumm?
Früher hatte ich Volvo als eine verstaubte Marke im Kopf, aus deren Schmiede zwar sichere aber doch etwas fade Autos kommen. Nachdem ich schon beim letzten mal feststellen musste, dass mein väterlicher Sicherheitsfetisch von den neuen Modellen gleichermaßen bedient wird wie der ästhetische Anspruch an einen fahrbaren Untersatz, bin ich nun vollends Fan der Automarke aus Schweden.

Ich erlebe oft, dass junge Eltern sich selbst fast aufgeben um in der neuen Elternrolle voll aufzugehen. Sie ersetzen ihr eigenes Leben durch das ihrer Kinder und werden zu Helikoptereltern, die sich von ihrer Basisstation Kind kaum entfernen trauen um nicht ohne Liebe und Treibstoff zu enden. Doch meiner Meinung nach ist das einfach nicht gut. Nicht gut für die Eltern und auch nicht für die Kinder. Denn nur Eltern, die auch ein normales Leben haben und in der Lage sind auch dieses Leben zu genießen können gute Eltern sein. Zu diesem Leben gehört es auch sich auf ein Männerwochenende zu begeben – und zwar öfter als ein mal alle zwei Jahre. Und, wenn es einem Spaß macht unterwegs zu sein, dann sollte man eben ein paar Kilometer Straße hinter sich bringen.

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Im Windschatten des alten Herren waren seine Kinder und Enkelkinder, die geschlossen anfingen unseren Wagen zu fotografieren, während das Familienoberhaupt alles über unser Gefährt zu erfahren hoffte. Den hatte er nämlich schon zwei Tage zuvor bei uns gesehen, sich aber nicht näher getraut um uns nicht beim Feiern zu stören. Unser Wagen hat es ihm aber angetan – er fährt ein schon älteres Modell – und deshalb ist er nun da. Nach gut 20 Minuten Begutachtung zog der alte Mann wieder von dannen. Er hätte wohl gerne mit uns getauscht – nicht nur des Autos wegen.

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WAS WURDE GETESTET:
MODELL: VOLVO XC60 D5 AWD Geartronic R-Design Summum
KRAFTSTOFF: Diesel
LEISTUNG: 158,0 KW, 215 PS
HUBRAUM: 2400 ccm
GETRIEBE: 6-Gang Auto.Getriebe AWD
BASISPREIS: rund 42.000 Euro netto

Copyright Fotos: Armin RudelstorferRalf Tatto und Marko Zlousic

July 31 2014

“Du bist nicht mehr so witzig wie Früher” – Verderben Kinder den Spaß?

Inspiriert von der Aussage meiner Frau “Du bist nicht mehr so witzig wie Früher” sitze ich hier und betreibe Ursachenforschung. Ich hab da auch gleich mal eine Mindmap gemacht um die Aussage aus möglichst allen Blickwinkeln zu betrachten.Mindmap2

In meinen folgenden Ausführungen gehe ich streng methodisch vor und werde dabei unterstützt durch einen “Leid-Genossen”, den Flix (Felix Görmann), der mir dankenswerter Weise erlaubt hat seine Illustrationen zu verwenden.

Die Alltagsbelastung:
Nimmt stetig zu. Bei dem Gedanken, dass ja alles besser wird wenn die Kinder dann einmal größer sind läuft man einem Trugschluss auf.Tag_903“Mann” glaubt auch in der Karenz die ganzen Dinge machen zu können die man bisher liegen gelassen hat z.B. Fahrräder instand setzen, modellbauen, lesen, chillen etc.. “Humbug” sag ich!Tag_896Ohne der Hilfe von Oma wären wir bis heute noch nicht einmal in der neuen Wohnung eingezogen. Ergo Karenz minus Oma ist gleich null Zeit für irgendwas. Nachsatz, zumindest wenn der Partner voll arbeitet. In der Zeit meiner Väterkarenz ist mein Respekt vor Alleinerzieherinnen und Alleinerziehern extrem gestiegen.

Changemanagement:
Einer Mehr = vieles anders.
Und wie! Schon alleine der Aufwand, der größeren Schwester einerseits erklären zu müssen, dass sich jetzt nicht mehr alles nur um sie alleine dreht und andererseits dabei so vorzugehen, dass sie dadurch keinen Groll auf die kleinere Schwester bekommt ist eine schier unüberwindbare Aufgabe. Dann passieren noch so lustige kleine Einrichtungsfehlerchen wie z.B. der richtige Platz für das Gitterbett. Hier war der Platz für eine maximale Länge von 123cm vorgesehen. Das Gitterbett war mit 120cm deklariert. Nur war damit die Matratzengröße gemeint. Vorweg an Alle die sich jetzt genötigt sehen mir zu sagen, “…das weiß man aber eh!”, ich habs nicht gewusst. Somit hatte das aufgebaute Bett eine Länge von 126cm. Mist! Würde mein bester Zynikerfreund, Bernd das Brot, jetzt sagen. Egal, auf der anderen Bettseite war dann eh noch ausreichen Platz und wer braucht schon Zugang zu Bettladen oder dem unterem Drittel seines Kleiderschrankes. Es lässt sich ganz toll monatelang aus nur zwei Fächern leben…

IUM (Integrationsunwillige Menschen):
Wer muss sich bei wem anpassen?
Ja, ich gebe es zu. Ich habe jetzt eine neue Mitbewohnerin, die lebt bereits seit einem Jahr in diesem Land und spricht gerade mal drei Wörter Deutsch. Und dennoch bin ich in diesem Fall schwer davon überzeugt, dass es an mir (uns) liegt sich in Ihrem Leben zu integrieren!Tag_899

Oft erinnern uns Kinder, zum Glück, an etwas wirklich Wichtiges im Leben: “Best things in live are for free!” und dass man vielleicht ein bisschen öfters Dinge anders denken sollte.

Diversitätsmanagement:
Kinder sprechen  viele Sprachen – auch deine? Tag_902Das GoT auf dem T-Shirt steht übrigens für Game of Thrones und das “Dothrakisch” klingt wirklich sehr ähnlich. Bei mir haben sich die ersten Brabbelworte unserer kleinsten Tochter (jetzt 1 Jahr) überhaupt so angehört: “ooooiiiiddddaaaa” – ich hoffe nur sie hat nicht mich damit gemeint. ;-).

Fazit: Ich mag vielleicht nicht mehr so Witzig sein wie früher. Aber wenn ich ausgeschlafen bin, dann verstehe ich echt viel Spaß. So wie der hier zum Abschluss:

Tag_898

Nochmals Danke für die alle Cartoons! Copyright: Der Flix

July 15 2014

LEGO-Friends im Test – LEGO spricht “Mädchen”

„Was hältst du davon, wenn wir deiner Freundin zum Geburtstag ein Lego-Set besorgen?“ „Nein Papa, ein „einfaches“ LEGO-Set geht gar nicht. Das muss schon LEGO-Friends sein…“

Na ich war baff! Was mir beim LEGO-Fest vergangenen Jahres (wir haben berichtet) erstmalig so richtig aufgefallen ist wurde von meiner Tochter, und offensichtlich ihren Freundinnen, komplett inhaliert. Mittlerweile ist ihre eigene „Heartlake City“, so nennt sich die eigene LEGO-Friends-Stadt, auf eine beachtliche Größe angewachsen. Von einer Schule, Emmas Sportwagen, dem großen Reiterhof, vielen kleinen Sets bis hin zur letztens getesteten Tierklinik, auf die ich hier etwas genauer eingehen darf.
Lego Friends

Tiere sind eine wichtige Sache

Bei fast allen Sets sind Tiere mit von der Partie. Da liegt es nahe das diese auch eine eigene Tierklinik brauchen. Die von uns getestete Tierklinik war für meine Tochter, mit fünf Jahren im Herbst 2013, noch etwas zu schwer um sie alleine zu bauen. Viele kleine Steckteile sind an engen Stellen und auch die Klebebilder sollten von Erwachsenen beim ersten Mal platziert werden. Doch jetzt, kurz vor dem Schulbeginn und nach etwas Übung, ist es eine Freude ihr beim Bauen zu zusehen.

3188_Tierklinik_Produkt

Im Handumdrehen…

gelang der Zusammenbau der LEGO-Friends-Schule. Obwohl eine Altersempfehlung von 6-12 Jahren besteht, ist dies für  unsere nun “geübte” Bauerinnen kein Problem mehr. Nach ein wenig Unterstützung beim ersten Friendsmodell, wie man sich am besten die Teile zurecht legt, den Plan liest und dann erst die jeweilige Seite fertig baut etc.. ging es schon alleine weiter.

Extra für Mädchen

LEGO hat es echt geschafft eine Produktlinie zu schaffen die genau auf die Zielgruppe abgestimmt ist. Mädchen die vielleicht bisher nicht zum LEGO-Spielen zu begeistern waren, werden jetzt erfolgreich abgeholt. Vom Inhaltlichen her muss ich dem Produkt vor allem anerkennen, dass es in Richtung “Gendergerecht” unterwegs ist. Fast fort sind die stereotypen Berufe für Frauen, her sind die Unabhängigkeit und ein schöner Mix aus unterschiedlichen Entwicklungsmöglichkeiten. Dies wird vor allem durch die bisher fünf Hauptcharaktere der Friends-Familie gezeigt. Andrea, Emma, Mia, Olivia und Stephanie haben alle unterschiedliche Berufswünsche, Hobbys und Interessen die nichts mit althergebrachtem zu tun haben (auch wenn mit dem kürzlich erschienenen Einkaufszentrum inklusive Schönheitssalon ein Rückschlag in Richtung “Typisch Mädchen” zu erkennen ist und vieles farblich noch immer in Pastell- und Rosatönen gehalten wird).

Fazit

Vor- und Nachteile von geschlechterspezifischem Spielzeug möchte ich hier nicht zum Thema machen. Was ich aber mehr als nur gerecht finde, ist dass es nun unter den “Mädchen-Spielsachen” endlich eine erstzunehmende Konkurrenz zu Putzwagerln, Küchen und Frisiersalons gibt. Ich hoffe, dass es so weiter geht und mich für diese Aussage keine/er steinigt ;-)

Die Tierklinik von LEGO-Friends wurde freundlicher Weise von LEGO zur Verfügung gestellt – Alle Bilder Copyright by LEGO(TM)

July 07 2014

Raumplanung für Kinder oder so, dass die Eltern auch noch lebend am Spielzeug vorbeikommen!

Wie Alles begann:
Juni 2006 zog ich mit meiner frisch angetrauten in eine schön renovierte Altbauwohnung und dachten noch, zwei Zimmer und ein Kabinett, das reicht, hohe Räume sind toll und das bisschen Zug, aufgrund der vorgeschriebenen Zusatzbelüftung bei Schallschutzfenstern, macht nichts aus. Sechs Jahre und zwei zusätzliche Kinder später, sieht die Lage schon etwas anders aus…

Wohnungsplan alt
Ausgangslage:
Eine Familie mit einem Vater, einer Mutter, einem 12jährigen Sohn aus erster Ehe in Patchwork (Wochenende und Ferienkind), eine Tochter 5 Jahre und eine Tochter 5 Monate.
Eine Altbauwohnung mit einem großem Wohnzimmer 30m², einem großen Schlafzimmer 27m² einem Kabinett 15m² (als Kinderzimmer), einem langen Flur 6m², einem langen Vorraum 7m², eine Küche 15m² und ein viel zu großes Bad 12m² ergibt 112m² .
Mit einer Raumhöhe von 3m 60cm konnte im Kinderzimmer ein eigener Bereich für den Sohn mit Falltür und großem Doppelbett geschaffen werden.Der notwendige Schulschreibtisch musste schon in das Schlafzimmer, das Gitterbett kam in den Keller.

Hochbett

Dieses wurde durch ein Beistellgitterbett ersetzt, welches den Schlafbereich der Eltern nun soweit erweiterte, dass es ein leichtes ist mit bis zu drei Kindern das Bett zu teilen. Im Schlafzimmer stand nun auch die Wickelkommode damit des Nachtens der Weg kein allzu weiter war. Die Küche für das Fläschchen hingegen ist war über den eiskalten Flur erreichbar. Außer man nahm in Kauf das Töchterchen Nummer eins beim Durchqueren des Kabinetts zu wecken. Das führte übrigens bei selbiger unweigerlich zur Annahme eine Mitschlafgelegenheit hätte sich ergeben und man müsse das Platzparadies des Elternbettes okkupieren.

Letztendlich entstand durch die Vielzahl an genutzter Raumverwendungsmöglichkeit des Schlafzimmers ein eigenes Mischraumflair was dazu geführt hat, dass ich schnurstracks zu einem Einrichtungshaus einer bekannten Schwedischen Möbelmarke gefahren bin und mir dort einen Ballen roten Stoff und Vorhangschienen gekauft hatte. Da hat sich das eine Jahr Hauswirtschaftsschule statt dem Poly echt bezahlt gemacht *g*. Damit wurde das Ehebett durch einen roten Vorhang blickdicht umrundet. Damit war vor allem das „ich muss mir ein vollgeräumtes Zimmer beim Schlafen ansehen“ Problem gelöst.

Altbautüren haben bei Kindern einen entscheidenden Vorteil. Die Klinken sind viel höher und daher nicht so leicht erreichbar. Bis zum „ich zieh mir dann mal überall einen Sessel hin“ Alter. Danach ist mit diesem vermeintlichen Vorteil auch Schluss und die Katzen jagen wieder wild durch die ganze Wohnung, auch durch die verbotenen Orte. Der Nachteil der Türen ergibt sich dann spätestens beim vollbepackt-Kleinkind-durch-die-Gegend-tragen-Wettbewerb. Hier stößt man sich regelmäßig grün und blau, da eine Flügeltür natürlich enger als die normale Standardtür ist.

Die Raumaufteilung:
Der Grundsatz, zwei Geschlechter, zwei Zimmer stimmt meiner Meinung nach prinzipiell. Ich würde Ihn nur insoweit ergänzen als das ich auch den ich Pubertiere-mal-Faktor mit einrechnen würde. Sprich wenn ein Kind in das Alter kommt, in dem es von den Eltern nichts mehr lernen kann oder will, ist ein Rückzugsort zwingend notwendig. Dies kann auch bereits in der so genannten Trotzphase oder der „die ganze Welt dreht sich nur um mich Phase“ von Vorteil sein. Daher kann man eigentlich generell sagen, dass rein Planungstechnisch bei zwei Kindern auch zwei Zimmer von Vorteil sind.

Kinderspielbereich

 

Trotz der eigenen Zimmer ist es doch so, dass die Kinder dort sind oder auch sein müssen wo die Eltern sind. Säuglinge in der Wiege oder dem Nestchen z.B. beim Kochen in der Küche. Kleinkinder beim Spielen neben dem Sofa, wo vielleicht der Elternteil mal etwas Lesen kann (soll es angeblich wirklich geben). Und die Kinder beim Aufgabemachen, wenn Sie es nicht alleine wollen. Sprich egal wie man es dreht und wendet, eigentlich braucht es zwei Plätze für Kinder, einen bei dem sie sich zurückziehen können und einen bei dem sie direkt im Mittelpunkt stehen können.

Kinder brauchen Plätze nicht Platz:
In einer neuen Wohnung sollte von Anfang an mehr als nur ein Platz für Kinder vorgesehen sein. Am besten bietet sich das in einer großen Wohnküche an. Dort haben wir zwischen Küchen und Sofabereich noch einen großzügigen Kinderspielbereich eingeplant . Vorzugsweise so gestaltet, dass Kleinteile nicht auf die Verkehrswege (wo man mehr als einmal am Tag dran vorbeigeht) kommen. Der Stauraum sollte auch gleich dort vorhanden sein und so gestaltet, dass sich vielleicht mit einem Spielzelt oder Vorhang als Deckel der kreative Gestaltungsbereich (aka Saustall) visuell abdecken lässt und ein zusätzlicher Höhlenfaktor entsteht. Den gilt es übrigens auch im Kinderzimmer zu schaffen. Ihr könnt es euch aussuchen, entweder Ihr entscheidet, wie und wo die Höhle sein kann, z.B. in Kombination mit dem Bett und/oder einem eigenem Vorhang von der Decke, oder eure Kinder entscheiden dass für euch indem dann einfach irgendwo Decken und Polster zu Burgen und Schlösser aufgebaut werden.

Die Medienlandschaft:
Keine Lautsprecher ohne vernünftige Abdeckung. Ich weiß, dass die die Akustik beeinflusst aber glaubt mir, so eine mit Buntstiften beschmierte und eingedrückte Box klingt gleich noch mieser. Die Vorsicht gilt es übrigens ebenso beim geliebten

Flachbildfernseher walten zu lassen. Die halten in der Regel weniger als ihre Röhrenvorfahren aus und verzeihen keinen noch so kleinen Gummiballtreffer. Deswegen empfehle ich die Erreichbarkeit für Geschosse bei der Auswahl des Aufstellungsortes zu berücksichtigen bzw. für ausreichend Wurfschutz zu sorgen. Die beste Variante ist wohl einkasteln bzw. abdecken. Man sollte den Fernseher in Anwesenheit von Kindern ohnehin nur zu gemeinsamen pädagogischen Zwecken nutzen.

Medienecke
Teppiche ja, so lange sie nicht fliegen:
Überall wo Kinder laufen können werden sie das auch einmal machen. Wenn dann, am vorgesehenen Bremsplatz oder in Kurven, Teppiche sind welche nicht fix mit dem Boden verankert wurden so können sich diese schnell zu fliegende Teppiche verwandeln und dazu führen, dass Mami und Papi die großen Pflaster auspacken dürfen bzw. die Reise ins nächstgelegene Spital antreten.
Zur generellen Kindersicherheit gibt es auch in den Einrichtungshäusern viele Ratgeber bzw. geschultes Personal. Anbei habe ich mir trotzdem erlaubt einen Ratgeber (Sicherheits_ChecklisteWohnung) von einem Verein zur Prävention von Kinderunfällen bereitzustellen.

Der Strahlenschutz…
Es gibt genügend Geräte, die man auch leihen kann, zur Messung von umweltbelastender Strahlung. Ich muss ehrlich eingestehen, dass ich mich nur bedingt mit diesem Thema beschäftigt habe. Das aber Stromlose Steckdosen (im Ruhezustand) bei einem Transformatorhäuschen gegenüber dem Kinderzimmerfenster nichts bringen ist wohl jedem klar. Damit will ich zum Ausdruck bringen, dass primär die Wohnungs- bzw. Hausumgebung vor der eigentlichen Einrichtungsgestaltung beurteilt werden sollte. In Wien bzw. den meisten Städten gestaltet sich das mit den ganzen Handymasten relativ schwierig hier gilt es auch die Kirchen scharf ins Auge zu nehmen, da sich hier oft versteckte Masten befinden. Ich habe dahingehend resigniert. Das ich keinen W-LAN-Router an das Kopfende eines Bettes gebe und auch sonst am Abend die elektrischen Geräte Stromlos mache, schräger Weise mit einer Funkfernbedienung, lässt mich jedoch schon etwas beruhigter schlafen.

Resümee:
Ich persönlich denke Einrichtung ist wie das Leben an sich, wenn sich nicht ab und zu wenigstens eine Kleinigkeit verändert wird es Tod langweilig. Mit den Kindern kommt natürlich der Veränderungsturbo ins Spiel.
Klar macht es Sinn, sich in der Wohnung an verschiedenen Orten einmal auf den Boden zu setzen und aus der Perspektive eines Kleinkindes sich alles anzusehen und zu beurteilen. Letztendlich sollte jedoch eine gut eingerichtete Wohnung sicher sein, kreative Orte (Zeichenwände/Bastelecken etc.) haben, Kuschelecken, Rückzugsgebiete aber vor allem so angelegt sein, dass Kinder und Erwachsenen sich gemeinsam wohlfühlen können. Wohnungen die wie Schmuckkästchen aussehen werden in der Regel auch von solchen Ausstellungsstücken „bewohnt“.
Darum werden wir vor allem bei der Gestaltung der Wände jedem Familienmitglied Künstlerische Freiräume geben, damit Besucher gleich das Chaos erkennen das in uns allen wohnt ;-).

June 11 2014

KochAbo im Ultimatemoms-Test oder wie man sich kinderleicht bekochen lässt…

Ich koche für mein Leben gern. Ich mag das Geräusch, wenn etwas in der Pfanne brutzelt, das Gefühl von frischen Lebensmittel beim Waschen in meinen Händen. ABER, ich mag den Frust nicht, den ich bekomme wenn ich stundenlang von einem Supermarkt zum anderen pilgere und erst recht nicht das bekommen was ich brauche. Dazu kommt noch die Enttäuschung die man erlebt wenn sich beim Öffnen der Verpackungen herausstellt, dass sich eine verschimmeltes Teil reingeschummelt hat. Letztendlich am meisten aber ärgert mich, die Wegwerforgie am Ende der Woche wenn ich in den Kühlschrank schaue und viele Lebensmittel in den Müll wandern weil ich nie alles für die jeweiligen Portionen benötigt habe und der Gefrierschrank ebenso bereits voll ist.

Ultimatemoms hat sich nach Alternativen umgesehen und dabei KochAbo entdeckt. Unter strengster wissenschaftlicher Aufsicht (meiner Frau *g*), und den noch kritischeren Augen meiner Kinder, wollte ich KochAbo testen. Wollte? Naja, lest selbst…

Die KochAbo-Box

Wenn der Sohne ohne den Vater…
den Kochlöffel schwingt liegt das wohl daran, dass es Ihm selber sehr viel Spaß macht zu kochen und die Rezepte einfach zuzubereiten sind. Chauvinistisch wie ich bin habe ich meinem Sohn Nino eingetrichtert: „Junge sieh zu, dass du nie von einer Frau abhängig bist was Ernährung und so angeht.“. „Und so“ sind übrigens Bügeln, Putzen und die anderen klischeebehafteten, überlebensnotwendigen Grundkenntnisse, die eine Ultimatemom braucht. Steigert außerdem den Heiratswert gegenüber der späteren Schwiegermutter, aber das sag ich ihm dann wohl erst etwas später…
Zurück zum Test. Die Zubereitung der Gerichte ist kinderleicht und mit den KochAbo-Tipps, die auf fast allen Rezepten zu finden sind, lernt man sogar noch dazu. Nino (13) liebt es, sich eins der Rezepte auszusuchen und dann gleich drauflos zu kochen. Draufloskochen geht bei den KochAbo-Rezepten übrigens super. Sie sind so gestaltet, dass man, ohne vorher alles durchlesen und extra vorbereiten zu müssen, einfach draufloskochen kann. Das macht das ganze übrigens auch so entspannt. Das Kochen ist im wahrsten Sinne des Wortes „Kinderleicht“.

Thema Haltbarkeit und so…
Geliefert  wurde die KochAbo-Box mit den Zutaten für, in unserem Fall, drei Menüs á zwei Personen. Dabei waren die Zutaten und das Rezeptheft nochmals durch eine Kühltasche getrennt von den „Kühlschrankzutaten“. Jetzt das Innovative, die Kühltasche wurde von zwei luftlosen, stillen, gefrorenen Mineralwasserflaschen gekühlt. Finde ich super praktisch, da ich ohnehin ständig Wasserflaschen mit mir rumtrage. So muss ich mir auch keine Sorgen bezüglich der Umweltbelastung durch eigene Kühlakkus machen. Zum Punkt Nachhaltigkeit: die Zutaten sind, wo es aus hygienischen Gründen geht, in natürlich abbaubarem Material verpackt, also entweder Papier oder Zellulosepäckchen (z.B. die Gewürze). Die Kühltasche selber kann man bei der nächsten Lieferung dem Lieferanten einfach wieder mitgeben. Das nenne ich proaktive Nachhaltigkeit. Wollte schon immer einmal die zwei Worte in einen Satz reinbringen…

Gemüsemesser war Gestern. Knoblauchrolle ist Heute.

Die Menüwahl – Griechische Pitataschen mit Gyros und Tsatsiki.

Das Menü Nummer drei aus dem Rezeptheft (könnt Ihr übrigens am Ende des Beitrages herunterladen) war die Wahl des Tages. Es gibt zwar eine empfohlene Verbrauchsreihenfolge, aber die Haltbarkeit der Produkte lässt natürlich zu alles auch nach eigenem Gusto zu kochen. Nachdem Nino ein Fleischtiger ist, war die Wahl schnell getroffen. Das komische blaue Teil das Nino hier übrigens auf dem Foto benutzt ist eine Siliconrolle zum Knoblauchschälen. Da haben sich die zwei richtigen Nerds gefunden. Meine geliebte Frau, die sowas kauft, und mein geliebter Sohn der das dann benutzt. Abwaschen darf’s ich natürlich zum Schluss. Also wirklich, Röllchen zum Knoblauchschälen. Wo es doch diese tollen gebogenen Gemüsemesser gibt.

Selber Kochen ist gut für die Laura, denn Laura hat ständig eine Allergie…
Meine ältere Tochter ist gerade gegen alles Mögliche „allergisch“. Gegen Zucchini, Kräuter jeglicher Art, zu früh ins Bett gehen müssen, Zähneputzen etc., zum Glück immer nur vorübergehend. Nichts desto trotz ist es im Moment sehr schwer Sie zu gesunder Ernährung zu bewegen. Einzig wenn sie selber mitkochen kann/darf wird auch das „gesunde Zeug“ gegessen. Kann ja nicht schlecht sein wenn die Prinzessin es selber gemacht hat ;-)

Hier doch noch ein paar Fakten zu KochAbo…
KochAbo ist eine Onlineplattform die es sich zur Aufgabe gemacht hat fix fertige Boxen zum einfach Kochen von entweder drei oder fünf Menüs für jeweils zwei oder vier Personen (jetzt auch Vegan zur Auswahl) bei versandkostenfreier Lieferung in ganz Österreich anzubieten. Die Lieferintervalle sind entweder wöchentlich oder zweiwöchentlich wobei es noch einige Zusatzfeatures wie eigene Obstboxen, passende Weinempfehlung, Kalorienreduziertes Bier usw. gibt. Das Angebot wird ständig ausgebaut.

Was muss man beachten?
Grundsätzlich ist nichts dabei die Rezepte zu kochen. Sie sind einfach beschrieben, wie bereits erwähnt Kinderleicht, ohne Spezialküchenequipment und Riesenvorratsschrank zuzubereiten. Eines jedoch hat eine kleine Plauderei mit den Marketingleuten von KochAbo schon hervorgebracht: Wer gerne experimentiert und frisch und frei die Anleitung interpretiert wird wahrscheinlich nicht immer glücklich dabei werden. Warum?  Nun der Riesenvorteil bei der KochAbo-Box ist, dass alles so genau wie möglich bemessen ist, sprich wer gerne experimentiert kann das grundsätzlich nur durch nachbessern der Zutaten ausgleichen. Das ist hier nur durch eigene Erweiterung der Zutaten möglich. Weiters ist durch die tolle Vielfallt der Gewürzmischungen der „Selbstgestaltung“ ebenso eine Grenze gesetzt. Wer sich aber, so wie ich, gerne überraschen lässt und neues erleben möchte, ohne dabei groß einen Aufwand zu betreiben, wird wohl mit KochAbo glücklich werden.

Zahlt sich das aus?
Mhm. Also wer ständig von Nudeln und Fertigsugo lebt und ab und zu einen grünen Salat dazu macht wird wohl günstiger kommen wenn er dabei bleibt. Wer jedoch gerne nach Rezept kocht und dabei frische Zutaten mit Qualität möchte, getreu dem Motto „der Mensch ist was er isst“ wird das wohl ohne extremen Zeitaufwand, wie selber anpflanzen, günstigen Biobauern (gibt es sowas?) abklappern etc., nicht schaffen. Derzeit ist es übrigens möglich bei KochAbo sich kostenlos das wöchentliche Rezeptheft per Mail zusenden zu lassen.

Alles was das Herz begehrt...

Fazit:
Wenn jemand bewusst Lebensmittel zu sich nehmen will, dass ohne Gefahr einer Vergiftung und mit vielleicht nur rudimentären Kochkenntnissen in einer Mini-Studentenküche mit einem Topf und nur einer Pfanne machen möchte, dann ist er/sie hier richtig. Wenn jemand seine/n Lieben drei bis fünf Tage lang mit wenigstens einem gesunden Essen am Tag verwöhnen möchte ohne dabei stundenlang im Geschäft zu stehen, dann ist er/sie hier richtig. Wenn jemand seinen Kindern den vernünftigen Umgang mit Lebensmittel und deren Zubereitung zu einem schmackhaften Essen näher bringen möchte, dann ist er/sie hier richtig.
Abschließend; Und wenn jemand (so wie ich) sich wahnsinnig gerne von seinem talentierten Sohn bekochen lassen möchte dann …

Abschließend bedanken wir uns noch bei KochAbo für die Test-Box und bei Michael Knoll für die Fotos zu diesem Beitrag.

GUTSCHEIN-ALARM: KochAbo ist so nett und stellt unseren Lesern eine kostenlose Obstbox bei Ihrer ersten Bestellung zur Verfügung einfach Gutscheincode “Ultimate_Moms” eingeben und Vitamine schnabulieren.

Unter dem folgenden Link geht’s zum gekochten Menü (Nr. 3) aus der KochAbo-Rezepte-Woche-21

 

April 18 2014

Der härteste Job der Welt… #worldstoughestjob

Würdest du 24/7, rund um die Uhr und ohne Bezahlung arbeiten? Klingt nach einem ziemlich heftigen Job. Es gibt aber tatsächlich Menschen, die das machen… sogar ganz viele, etwas überspitzt gesagt.

Ein paar unwissende Leute haben sich für einen solchen Job beworben und erleben nun beim Online-Bewerbungsgespräch eine ziemliche Überraschung. Eine tolle Aktion von cardstore.com.

c_cardstore.com

February 20 2014

Lässt du das Kind erfrieren?

Es ist Winter, du wartest auf den Bus während neben dir ein Kind sitzt und friert. Was tust du?

Kind-erfriert_SOSbarnebyerNorge

In Österreich sind wir “Spendenweltmeister”. Dass deshalb wirklich alle ihre Jacke hergeben würden, traue ich mich nicht wetten. Via trueactivist.com.

Tags: Marko
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