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Mitten in der Nacht

„no one looks back on their life and remembers the nights they had plenty of sleep.“

Irgendwann postete ich diesen Spruch auf meiner facebook-Timeline. Die prompte Reaktion junger Mütter (in einem Satz zusammengefasst): „Das können wir so nicht nachvollziehen – wie kannst du so etwas sagen?“. Eh klar, wenn das Baby gerade seine nächtlichen Wach-Phasen hat, kann das so gut wie niemand. Trotzdem gehörten auch diese Momente teilweise zu meinen bisher schönsten Augenblicken mit meiner Tochter.

Die Nacht wird zum Tag…

In den ersten paar Wochen wurden wir mit dem belohnt, wovon junge Eltern nichtmal zu träumen wagen – um es nicht zu verschreien. Wir konnten quasi durchschlafen. Unsere Tochter gönnte uns regelmäßig 3-8 Stunden Schlaf. Am Stück. Und das ist verdammt viel – vor allem, wenn man die Horrorgeschichten mitbekommt, die man sich so im Bekanntenkreis erzählt.

Jedenfalls, so entspannend diese Phase auch war, so schnell ging sie auch vorüber und an ihre Stelle kam das nächtliche Aufstehen. Als notorischer Langschläfer, der sein bisheriges Arbeitsleben lang immer spät ins Büro ging und dafür auch lange arbeitete erkennt man dann, dass einen die Natur mit einem sehr nützlichen Automatismus ausgestattet hat: Man ist ganz plötzlich in der Lage mitten in der Nacht aufzustehen, im Halbschlaf mit fast geschlossenen Augen durch die Wohnung zu wandern und ein Flascherl zuzubereiten – ohne sich zu verbrühen oder auch sonstige gröbere Verletzungen davonzutragen.

…und am Morgen wird alles gut

In den ersten acht Monaten verschoben sich die Schlaf- und Wachphasen mehrmals, sodass ich mir letztendlich fast täglich zwischen 05.00 und 06.00 die Kleine schnappte und mit ihr ins Wohnzimmer auswanderte um sie mit Musik zum Einschlafen zu bringen oder mit ihr zu spielen. Das war der Zeitraum, in dem ich (auch aus diesem Grund) relativ viel Zeit mit ihr verbringen konnte. So hart es teilweise auch war, gefiel es mir deshalb schon damals. Deshalb denke ich noch heute gerne daran – an die Zeit mitten in der Nacht.

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Schweinderl