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Der Spielplatz des Lebens

Wer zum ersten Mal einen Kinderspielplatz gemeinsam mit dem eigenen Kind betritt muss damit rechnen, dass sein altes Leben nie mehr so sein wird, wie früher.

Hier sind die dazugehörigen Gründe:

1. Eigenes Kind kommt in Berührung mit Wasser – und will nie wieder von dort weg.

2. Kind will sowieso nie mehr weg vom Kinderspielplatz, was einen automatisch zum ultimativen Rabenvater werden lässt, weil man das arme Ding doch dazu zwingt nach Hause zu gehen.

3. Man bekommt mit, wie andere Eltern mit ihrem Nachwuchs herumspringen und fühlt sich ganz plötzlich wieder wie der beste Vater der Welt.

Nun gut, das war noch nicht alles. Man lernt auch fürs Leben:

1) Wer genug Zeit am Spielplatz verbringt, erfährt mit der Zeit dass die Dezibel-Werte, die das eigene Kind auszustoßen in der Lage ist, von Gleichaltrigen leicht getoppt werden können – in der Höhe, Stärke und Ausdauer.

2) Die eigene Menschenkenntnis verbessert sich, indem man lernt, freilaufende Kinder desinteressierten Eltern zuzuordnen und durchgezogene Kleidungsstile (Frau mit rosa Trainingsanzug + Mädchen mit rosa Trainingsanzug = Mutter + Tochter) als Zeichen des familiären Zusammenhalts zu würdigen.

3) Bestechung (“daheim gibt es Kekse”) ist oft der einzige Weg um rechtzeitig vom Spielplatz weg und Zuhause anzukommen.

 

Wer nun Lust hat, die Wiener Kinderspielplätze unsicher zu machen, dem seien die Folgenden empfohlen:

1) Auer Welsbach Park (gut für soziale Studien)

2) Schönbrunn (höchste Dichte an Profi-Kameras in Kinderhänden)

3) Esterhazypark (Erholungsmöglichkeit während eines Einkaufs auf der Mariahilferstraße)

 

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Schweinderl