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Ein Männerwochenende mit dem Volvo XC60 D5 im Test

“Grüß Gott”, sagte der alte Mann, der sich uns näherte. “Darf ich ihn mir mal aus der Nähe ansehen?” Wir standen an einem Bergsee auf der Seetaler Alpe und waren gerade dabei ein paar Aufnahmen vom Volvo XC60 zu shooten. Die Anfrage des alten Herren überraschte uns zwar ein wenig, verwunderte aber gleichzeitig kaum. Doch, fangen wir am Anfang an…

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Alle zwei Jahre gedenken wir eines wahrhaft denkwürdigen Junggesellenabschieds und begehen ihn immer wieder. Das Prinzip ist simpel: 4 Tage, nur Männer, in einer möglichst abgelegenen Hütte, Lagerfeuer, Unmengen an fester und flüssiger Verpflegung und ein loses Rahmenprogramm, das nie hält.
Heuer machten wir es uns auf der Seetaler Alpe gemütlich. Mit im Gepäck – oder besser voll mit unserem Gepäck – war der Volvo XC 60 R Design. Im Gegensatz zum Test vor zwei Jahren sollte dieses Modell nicht auf seine Familien- sondern auf die Männer-Tauglichkeit geprüft werden.

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Komm, wir müssen jetzt einkaufen gehen
Kennt ihr das, wenn ihr hungrig einkaufen geht und deshalb haufenweise sinnloses Zeug in den Einkaufswagen stopft – und zwar immer viel zu viel davon!? Tja, dann solltet ihr niemals mit Hunger für ein ganzes Wochenende einkaufen. Das könnte womöglich darin enden, dass ihr genug Grillgut für vier Grillabende habt, obwohl ihr tatsächlich nur einen eingeplant hattet. Der XC60 war jedenfalls mit all den unbedingt notwendigen Einkäufen kaum überfordert solange man den Rücksitz umlegte. (Und das konnten wir ja immerhin, denn ausnahmsweise gab es keine Kindersitze, die wir am Rücksitz montieren mussten. ;-)

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Wie viel Bier passt eigentlich in den Wagen?
Viele von uns finden den alten Mini oder den urigen Cinquecento ganz cool. Doch im Sinne von relevanten Bier-Transporten für ein verlängertes Männerwochenende sind solche Wagen einfach nicht zu gebrauchen – außer natürlich es sind ganz viele, Wagen. Nachdem wir also die unterste Reihe des KC60-Kofferraums mit Bierpaletten ausgefüllt hatten und selbst befürchteten, dass wir nicht über das notwendige Durchhaltevermögen für einen wirklich umfangreichen Bierstapeltest verfügen, einigten wir uns auf die einzig wahre Antwort auf unsere Bier-Frage: Viel.

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Sicherheit geht noch immer vor
Ich bin echt gerne mit dem Auto unterwegs. In der Stadt brauche ich es zwar kaum, aber Überlandfahrten und Roadtrips stehen laufend auf dem Programm. Dafür ist nicht sehr viel nötig – vier Räder, eine charmante Begleitung, gute Musik und die Straße reichen schon völlig aus. Wenn man allerdings hinter dem Lenkrad eines fast zwei Tonnen schweren Boliden mit 215 PS sitzt und bei jeder Beschleunigung sanft in die Sitze gepresst wird, entdeckt man, dass es doch die eine oder andere Annehmlichkeit gibt, die einen durchaus noch ein paar Stunden länger durch die Gegend fahren lassen könnte. Was allerdings nichtmal die Sicherheitsspezialisten von Volvo erfunden zu haben scheinen ist eine Scheibenwischanlage, die in der Lage ist, die mit toten Fliegen ausgefüllte Frontscheibe sinnvoll zu reinigen. Naja, bevor es zum Unfall kommt bleibt man eben doch bei der nächsten Tankstelle stehen. Die Sicherheitsausstattung an Bord kann sich ja auch nicht um alles kümmern.

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Was soll ich eigentlich mit diesem Riesentrumm?
Früher hatte ich Volvo als eine verstaubte Marke im Kopf, aus deren Schmiede zwar sichere aber doch etwas fade Autos kommen. Nachdem ich schon beim letzten mal feststellen musste, dass mein väterlicher Sicherheitsfetisch von den neuen Modellen gleichermaßen bedient wird wie der ästhetische Anspruch an einen fahrbaren Untersatz, bin ich nun vollends Fan der Automarke aus Schweden.

Ich erlebe oft, dass junge Eltern sich selbst fast aufgeben um in der neuen Elternrolle voll aufzugehen. Sie ersetzen ihr eigenes Leben durch das ihrer Kinder und werden zu Helikoptereltern, die sich von ihrer Basisstation Kind kaum entfernen trauen um nicht ohne Liebe und Treibstoff zu enden. Doch meiner Meinung nach ist das einfach nicht gut. Nicht gut für die Eltern und auch nicht für die Kinder. Denn nur Eltern, die auch ein normales Leben haben und in der Lage sind auch dieses Leben zu genießen können gute Eltern sein. Zu diesem Leben gehört es auch sich auf ein Männerwochenende zu begeben – und zwar öfter als ein mal alle zwei Jahre. Und, wenn es einem Spaß macht unterwegs zu sein, dann sollte man eben ein paar Kilometer Straße hinter sich bringen.

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Im Windschatten des alten Herren waren seine Kinder und Enkelkinder, die geschlossen anfingen unseren Wagen zu fotografieren, während das Familienoberhaupt alles über unser Gefährt zu erfahren hoffte. Den hatte er nämlich schon zwei Tage zuvor bei uns gesehen, sich aber nicht näher getraut um uns nicht beim Feiern zu stören. Unser Wagen hat es ihm aber angetan – er fährt ein schon älteres Modell – und deshalb ist er nun da. Nach gut 20 Minuten Begutachtung zog der alte Mann wieder von dannen. Er hätte wohl gerne mit uns getauscht – nicht nur des Autos wegen.

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WAS WURDE GETESTET:
MODELL: VOLVO XC60 D5 AWD Geartronic R-Design Summum
KRAFTSTOFF: Diesel
LEISTUNG: 158,0 KW, 215 PS
HUBRAUM: 2400 ccm
GETRIEBE: 6-Gang Auto.Getriebe AWD
BASISPREIS: rund 42.000 Euro netto

Copyright Fotos: Armin RudelstorferRalf Tatto und Marko Zlousic

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