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Früher war alles besser

Früher war alles besser. Das Gras war grüner, die Luft sauberer, die Kinder braver und das ganze Technikklumpert, das uns heute zu unsozialen und seelenlosen Zombies macht, hat es erst gar nicht gegeben. Menschen verblöden, so hat man den Eindruck, je länger sie mit Smartphons und diversen iGeräten zu tun haben.

Braucht das Kind ein Tablet?
Als ich neulich ein Tablet für Kinder für einen Testlauf zugeschickt bekam war ich erstmal skeptisch. Tablet für Kinder? Was soll das eigentlich genau sein? Braucht man das? Und vor allem, will ich das meinem Kind überhaupt in die Hand geben?

Kuzer Check bei den technikaffinen Eltern ergab ein oberflächlich gesehen eher überraschendes Feedback: Von “Ich halte von diesen Kinder-Tablets überhaupt nichts.” bis “Ein zusätzliches Ding bei dem man mit dem Kind darüber streitet, dass es jetzt lange genug damit gespielt hat. Unser Tablet ist grad im Service. Hoffentlich ist es richtig kaputt “ war einiges an Gegenwind zu vernehmen.
In weiteren Gesprächen stellte sich dann heraus, dass die Befragten genau um die Wirkung der Geräte wussten. Sie alle haben Tablets, welche von den Kleinen zumindest mitgenutzt werden können. Die meisten beschränken dabei die Nutzungsdauer und/oder die Nutzungsart.

Am Ende waren die Gespräche mit diesen Eltern dann irgendwie doch nicht überraschend. Sie hörten sich so an, wie unsere Eltern früher mal im Bezug auf die große Flimmerkiste argumentiert haben – nur mit dem Unterschied, dass die Kids heute noch etwas näher dran sind am Bildschirm als wir damals.

To tablet or not to tablet?

Ob einem Kind ein Tablet gut tut – was auch immer das bedeutet – kann ich nicht sagen. In einer Zeit in der diverse elektronische Geräte zum Alltag aller gehören lautet die Frage für mich nicht ob ein Tablet sein soll oder nicht. Sie lautet viel mehr was wir daraus machen.

Denn, die Nutzung zu verbieten oder im gemeinsamen Leben einfach zu ignorieren funktioniert einfach nicht. Schließlich sind da auch noch ein paar Kindergartenfreunde bei denen die Sprösslinge früh genug in Berührung mit allen Dingen kommen, die zuhause eventuell “verboten” sein könnten.

Das Kinder-Tablet “Kurio Tab” ist nun seit ein paar Wochen bei uns und es kommt im Großen und Ganzen gut an. (Details folgen demnächst in einem separaten Post.)
Letztes Wochenende saß meine nun fast vierjährige Tochter gemeinsam mit den Großeltern am Sofa und hat ihnen gezeigt, wie so ein Tablet funktioniert. Der selbstsichere Ton, in dem sie den Großen erklärt hat, was sie nun zu tun hätten, hat mich dran zweifeln lassen, ob früher alles tatsächlich besser war.
Auf alle Fälle war es anders. So viel ist sicher.

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Schweinderl