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December 17 2013

Gute Nacht!

Schlaf wird überbewertet, meinte eine Mutter zur anderen, während sie neulich im Park an mir vorbei stolzierten – ihre Kinder vor sich her schiebend. Während ich den beiden stolzen Müttern hinterher sah, dachte ich über diese Aussage nach und kam einfach nicht drauf, in welcher – außer der ironischen – Dimension sie auch nur im entferntesten einen Sinn machen könnte.

Denn, zu viel Schlaf – davon bin ich als bekennender Langschläfer überzeugt – kann es nicht geben. Es gibt maximal zu wenig Zeit zwischen den Schlafphasen, aber niemals umgekehrt. Hier sind meine dazu passenden Hypothesen:

1. Wer zu wenig Schlaf hat, weil so ein Tag mit Kind Familie und Arbeit eigentlich 36 Stunden haben sollte, braucht ihn dringend. Ergo: Der Wert des Schlafes steigt.

2. Wer zu viel Schlaf hat, braucht ihn erst recht wieder, damit er sich von zu viel Schlaf wieder erholen kann… Blödsinn! Es gibt nicht zu viel Schlaf.

3. Wer sein Kind schon seit Stunden wiegt und hofft, dass es endlich einschläft, der hat für den Schlaf quasi für Zwei gearbeitet – dementsprechend hat er ihn sich doppelt verdient.

Diejenigen, die immer zu wenig Schlaf bekommen, werden auch mit Kind nicht mehr davon genießen können. Da bleibt nur noch das Schlafen in der U-Bahn, in der Arbeit und wieder in der U-Bahn, am Weg zurück aus der Arbeit.

Der Wermutstropfen für alle anderen, die bereits vor ihrem ersten Kind zu den kurz angebundenen Schläfern gehörten und Probleme mit dem Einschlafen hatten: Wie ich höre, lernt man quasi auf Knopfdruck einzuschlafen. Man braucht außerdem nicht zu fürchten, dass man von selbst zu früh aufwacht, weil der Aufweck-Service mit dem neuen Mitbewohner bereits mitgeliefert wurde. Dementsprechend kann man sich beruhigt hinlegen.

Na dann, gute Nacht!

Bild “moon_tree” Copyright: http://dryicons.com

September 13 2013

Der Prinz mit der Trompete im Lilarum

Im 3. Hieb, zwischen Fiakergarage und Wiener Gastwirtschaft, findet sich eine kleine Bühne, die ihresgleichen sucht. Abseits von Kinogetöse und Fernsehgeschrei hat sich das wunderbare Puppentheater Lilarum eine Nische geschaffen. Seit heuer kämpft es nicht mehr nur um die Phantasie der Kleinsten sondern auch gegen ein finanzielles Loch. Nichts destotrotz war gestern Premiere der neuen Produktion “Der Prinz mit der Trompete“. Mausezahn war dort.

Vorlage für das 50-minütige Stück lieferte das gleichnamige Kinderbuch von Heinz Janisch. Es handelt von einem Prinz, der ihm gestellte Aufgaben auf seine Weise löst, eher zur Trompete als zum Schwert greift und sich auch von Piff-Paff-Poff-Räubern kaum beeindrucken lässt. Einem Prinz, der sich seine Prinzessin selbst aussucht. Eine Geschichte über Selbstbestimmung. Bestens geeignet für Königskinder ab 4 Jahren.

IMG_1224 (Small)Mausezahn liess sich gern begeistern und verzaubern. Das obligate Meet & Greet mit den Figuren und ihren Spielern nach der Vorstellung war kaum zu erwarten. Die Inszenierung setzt auf leise Töne und auf Qualität. Dass zum Beispiel die Trompete von einem waschechten Wiener Symphoniker (Rainer Küblböck) eingespielt wurde spiegelt die ambitionierte Herangehensweise der Lilaristen wider. Die Stimmen von ausgebildeten Sprechern und das Bühnenbild zucker! Naja, ihr seht schon, ich mag das kleine Theater und schätze es für sein Kulturangebot sehr. Wär ewig schad drum, wenn sich die Stadt Wien nicht einen kleinen Schubs geben könnte. Es is ja für die Kinder.

September 09 2013

Endlich Urlaub!

Mit Baby ist ja alles irgendwie anders. Viele Dinge bekommen ein neues Gesicht. So ist das auch mit dem Urlaub irgendwie. Eigentlich war ich immer der individual Urlauber, also mit meiner Frau ins Auto und weg. Das macht man beim ersten Urlaub mit der Kleinen dann irgendwie nicht mehr. Diesmal war etwas anderes gefragt. Nach ein paar Ideen kam ein Stichwort auf den Tisch: CLUBURLAUB. Ach du meine Güte! Ist es soweit? Werde ich jetzt in Zukunft nur noch am Pool tanzend, am Buffet anstehend beim komischen Spielen mitmachend.

Austrian_JetAb zu GULET, beraten lassen und den richtigen Club finden. Griechenland gehört zu meinen Lieblingsländer in “näherer Umgebung”. Schließlich wurde es der CLUB MAGIC LIFE  Candia Maris Imperial in Kreta und alles wurde anders als ich es vermutet hab. Abflugtag. Austrian myHoliday. Ankunft am FlughafenDank  elektronischem Check-In hatten wir binnen Minuten einen Sitzplatz. Nicht irgendeinen sondern 1. Reihe – super fürs Baby und für uns – ich bin doch fast 2 Meter lang. Beim Einsteigen in den Flieger wurde uns ein Baby-Care-Paket überreicht, bestehend aus einem entzückenden Babybuch und einer Gummiente – das Baby war hin und weg. Wir wurden gut bedient, es gab warmes, gutes Essen an Board und alle waren zufrieden. Nach kurzem Flug auch schon die Landung in Heraklion.

MagicLife_CandiaMaris_Main_PoolDanach ging es mit dem Bus zum Club. 15 Minuten Fahrzeit sind im Handumdrehen vorbei und man betritt die mächtige Halle mit der Rezeption des Clubs. Der Blick fällt gleichmal durch riesige Glasfenster im Hintergrund auf den Hauptpool und das dahinter liegende Meer. Urlaubsfeeling, schlagartig – so solls ja auch sein. Ein rascher, unbürokratischer Check-In und schon ist man am Weg Richtung Zimmer. In unserem Fall: Doppelzimmer Deluxe. WAHNSINN! Riesige Terrasse, mit Sitzgelegenheiten und Liegestühlen, Blick aufs Meer und richtig viel Platz. Moderne, sehr schöne Ausstattung, herrliches Bad und Badewanne auf der Terrasse. Jap, eine Badewanne. Im Zimmer hat außerdem ein Gitterbett für das Baby gewartet, mit entzückender Bettwäsche.

MagicLife_CandiaMaris_BeachDas Baby war entzückt: Der Strand direkt vor der Tür, eine riesige Sandkiste. Der Hauptpool, einer von 4, ist super angelegt: zum Teil nur 70cm tief, dadurch konnte auch meine kleine Tochter drin stehen und mit ihren Gummienten spielen. Daneben noch ein Babypool mit einem kleinen Springbrunnen. Rundum Liegen für die Eltern. Alles im Blick. Der Strand selbst liegt genau davor. Nach 2 Minuten gehen hat man den Strand und das Meer erreicht. Es ist zwar recht windig in Kreta, aber der Sandstrand ist perfekt geeignet zum Sandspielen. Das Baby hat sich mehrmals täglich komplett im Sand paniert, dank der angenehm warmen Duschen war der Sand aber schnell wieder weg und einem Sprung in den stand nichts mehr im Weg.

Für ältere Kinder, also ab 3, gibt es wahnsinnig viel Programm: Der Mungo-Club wartet. Da können die kleinen Gäste richtige Abenteuer erleben. Egal ob verkleidet durch den Club hüpfen, Spiele aller Art oder Abenteuer – für Abwechslung ist gesorgt. Für die Erwachsenen gibts die klassischen Dinge: Beachvolleyball, Bogenschießen, zig Arten von Fitness, Spinning, Wasserball, usw. usw..

Kommen wir zum Wichtigsten: Essen. Auch das war ein Punkt bei dem ich dachte “Naja”. Ich esse gerne und gerne auch gut. Da ist Buffet halt immer so eine Sache. Massenabfertigung, denkt man da, wie soll man da Qualität bieten? Wahnsinn, war ich überrascht. UNGLAUBLICH! Was die Küche da täglich leistet ist grandios! Eine riesen Auswahl an frischen Speisen, täglich neue Salatvariationen, Früchte, Nachspeisen, eine eigene Station für frische Kräuter, Salze, Gewürze, Öle, Fisch, Fleisch, Gemüse und und und und. Dazu gibts jeden Tag am Abend ein anderes Motto, somit gibts immer etwas Neues und hab ich schon erwähnt dass wirklich alles frisch gemacht wird? Keine Fertigprodukte etc. Der Chefkoch kann zu jeder Speise sagen was drin ist. Was super ist wenn man eine Unverträglichkeit hat. Für Kinder gibts es immer Pommes, Spaghetti und andere klassische Kinderspeisen. Für Eltern von Babys gibt es eine eigene Ecke mit Fläschenwärmer, Mikrowelle, Kinderteller etc.

MagicLife_CandiaMaris_Zimmer_Deluxe_TerrasseAuch das Service-Personal ist immer sehr nett, hat das Baby immer herzlichst begrüßt und uns jeden Wunsch von dem Lippen abgelesen, ohne aufdringlich zu wirken. Man fühlt sich einfach sehr gut bedient und bestens betreut – man kann abschalten und genau das sollte man ja im Urlaub machen.

Ich kann jedem nur ans Herz legen in diesen Club zu fahren, es ist eine Erfahrung wert, auch wenn man normalerweise nicht so der Club-Urlauber ist – zumindest hier ist es nicht so wie man sich das vorstellt, hier ist es einfach Urlaub, so wie es sein soll und zwar für jede Altersklasse und egal ob mit oder ohne Kinder.

Zum Abschluss gibts von mir noch ein kurzes Filmchen wie so ein typischer Tag im CLUB MAGIC LIFE Candia Maris abläuft, viel Spaß und danke fürs Lesen

September 02 2013

Gedanken zum Schulbeginn

Natürlich waren wir alle nervös: Töchterlein schon zwei, drei Tage vor dem Start, Elterleins dann spätestens, als der Familienclan inklusive Oma auf den Stufen zum Hauptportal der Schule eine Viertelstunde lang auf Einlass harrte. Punkt neun Uhr war es so weit, keine zwei Minuten später waren wir „Erste!!!“ in der Container-Klasse: Ein schmuckes, die längst zu eng gewordenen Mauern des Meidlinger Volksschulhauses erweiterndes Blechgebäude, in dem die nächsten vier Jahre lang mehr oder weniger der Mittelpunkt von Töchterchens Alltag definiert werden wird. Blick zur Tafel von der ersten Reihe aus: check. Neue beste Freundin als Sitznachbarin sichern: check. Strahlendes, zuckersüßes, das Universum zum schmelzen bringendes Lächeln aufsetzen: cchhheeeecckkkk!!!

25 Mädchen und Buben plus Groß-/Elternteile (ca. Faktor 2,5) drängen sich in die 1B. Kurz nach Beginn der Lehrerinnen- und Direktorinnenansprachen haben sich schon die ersten Klassenkasperlanwärter bemerkbar gemacht: süß, in diesem Alter; aber doch irgendwie im Auge zu behalten… Wider erwarten fließen keine Tränen, weder bei den ABC-Frischlingen noch bei den abgebrühten und (geben wir’s doch einfach zu!) jegliches Lehrertum immer noch mit etwas Argwohn betrachtenden Müttern und Vätern. Erste Hausübung für die Kleinen: Mit dem nahen Umfeld (Papa, Mama, Oma, Opa, Nachbarn und Hund Rudi) über deren jeweils erste Schulerfahrungen reden, sofern erinnerlich. Davor nicht vergessen, die obligatorischen Schultüten auszuräumen: das selbstgebastelte Megateil sowie das mit Ö3- und weiterer zutiefst geschmacksunsicherer Werbung zugepflasterte Naschtütchen, das jedes Kind auf seinem Schulbänklein vorgefunden hat. (Gab’s da nicht mal ein Werbeverbot in den Schulen…?)

Off_to_School_by_Josefnovak33,, http://www.flickr.com/photos/josefnovak33/3699763657/Während die neuen Respektspersonen vorne weiter über das Programm der bevorstehenden ersten Schultage aufklären, neigt der Elterngeist dazu, langsam abzuschweifen… man blickt hinweg über 25 unschuldig-wissbegierige Köpfe… man staunt ob der überproportional vorhandenen Spiderman-Merchandise-Artikel (Socken, Hosen, Hemden und Mützen, v.a.)… man rätselt, ob diverse stramm-rechte Wiener PolitikerInnen sich tatsächlich in die Hosen scheißen, wenn sie mit einem Migrationshintergrund von einem oder mehr Prozent in den Schulklassen konfrontiert werden… man erwischt sich bei der Überlegung, welche unter diesen 25 schützens- und fördernswerten Kids wohl rein statistisch auf der Abschussliste unserer Gesellschaft stehen: durch Noten, durch Leistungsdruck, durch Sitzenbleiben, durch ständig geäußerten Drang zur Wirtschaftlichkeit ihres Tuns in ihrer natürlichen Entwicklung gehemmt…

Man denkt sich: Lasst sie doch einfach Kinder sein, verdammt – lernen wollen sie ohnehin…!

Exkurs: Kurz bevor ich selbst im Herbst 1986 eingeschult worden bin, sagte mir ein Onkel, die Schule wäre der „Ernst des Lebens“. – „Nein“, habe ich damals zur Antwort gegeben: „Das ist die Arbeit!“

Nun: Ich will nicht unbescheiden sein, aber mögen die dieser Tage und in Zukunft in Wien, im Bundesgebiet und weit darüber hinaus eingeschulten Kinder sich eine ebensolche Schlagfertigkeit und ihre instinktiv richtige Einschätzung des Lebens bewahren (dürfen), um unsere Welt wieder in eine ordentliche Bahn zu lenken.

Kleines Foto: Off To School, by josefnovak33

 

August 25 2013

Der Spielplatz des Lebens

Wer zum ersten Mal einen Kinderspielplatz gemeinsam mit dem eigenen Kind betritt muss damit rechnen, dass sein altes Leben nie mehr so sein wird, wie früher.

Hier sind die dazugehörigen Gründe:

1. Eigenes Kind kommt in Berührung mit Wasser – und will nie wieder von dort weg.

2. Kind will sowieso nie mehr weg vom Kinderspielplatz, was einen automatisch zum ultimativen Rabenvater werden lässt, weil man das arme Ding doch dazu zwingt nach Hause zu gehen.

3. Man bekommt mit, wie andere Eltern mit ihrem Nachwuchs herumspringen und fühlt sich ganz plötzlich wieder wie der beste Vater der Welt.

Nun gut, das war noch nicht alles. Man lernt auch fürs Leben:

1) Wer genug Zeit am Spielplatz verbringt, erfährt mit der Zeit dass die Dezibel-Werte, die das eigene Kind auszustoßen in der Lage ist, von Gleichaltrigen leicht getoppt werden können – in der Höhe, Stärke und Ausdauer.

2) Die eigene Menschenkenntnis verbessert sich, indem man lernt, freilaufende Kinder desinteressierten Eltern zuzuordnen und durchgezogene Kleidungsstile (Frau mit rosa Trainingsanzug + Mädchen mit rosa Trainingsanzug = Mutter + Tochter) als Zeichen des familiären Zusammenhalts zu würdigen.

3) Bestechung (“daheim gibt es Kekse”) ist oft der einzige Weg um rechtzeitig vom Spielplatz weg und Zuhause anzukommen.

 

Wer nun Lust hat, die Wiener Kinderspielplätze unsicher zu machen, dem seien die Folgenden empfohlen:

1) Auer Welsbach Park (gut für soziale Studien)

2) Schönbrunn (höchste Dichte an Profi-Kameras in Kinderhänden)

3) Esterhazypark (Erholungsmöglichkeit während eines Einkaufs auf der Mariahilferstraße)

 

August 21 2013

Mitten in der Nacht

„no one looks back on their life and remembers the nights they had plenty of sleep.“

Irgendwann postete ich diesen Spruch auf meiner facebook-Timeline. Die prompte Reaktion junger Mütter (in einem Satz zusammengefasst): „Das können wir so nicht nachvollziehen – wie kannst du so etwas sagen?“. Eh klar, wenn das Baby gerade seine nächtlichen Wach-Phasen hat, kann das so gut wie niemand. Trotzdem gehörten auch diese Momente teilweise zu meinen bisher schönsten Augenblicken mit meiner Tochter.

Die Nacht wird zum Tag…

In den ersten paar Wochen wurden wir mit dem belohnt, wovon junge Eltern nichtmal zu träumen wagen – um es nicht zu verschreien. Wir konnten quasi durchschlafen. Unsere Tochter gönnte uns regelmäßig 3-8 Stunden Schlaf. Am Stück. Und das ist verdammt viel – vor allem, wenn man die Horrorgeschichten mitbekommt, die man sich so im Bekanntenkreis erzählt.

Jedenfalls, so entspannend diese Phase auch war, so schnell ging sie auch vorüber und an ihre Stelle kam das nächtliche Aufstehen. Als notorischer Langschläfer, der sein bisheriges Arbeitsleben lang immer spät ins Büro ging und dafür auch lange arbeitete erkennt man dann, dass einen die Natur mit einem sehr nützlichen Automatismus ausgestattet hat: Man ist ganz plötzlich in der Lage mitten in der Nacht aufzustehen, im Halbschlaf mit fast geschlossenen Augen durch die Wohnung zu wandern und ein Flascherl zuzubereiten – ohne sich zu verbrühen oder auch sonstige gröbere Verletzungen davonzutragen.

…und am Morgen wird alles gut

In den ersten acht Monaten verschoben sich die Schlaf- und Wachphasen mehrmals, sodass ich mir letztendlich fast täglich zwischen 05.00 und 06.00 die Kleine schnappte und mit ihr ins Wohnzimmer auswanderte um sie mit Musik zum Einschlafen zu bringen oder mit ihr zu spielen. Das war der Zeitraum, in dem ich (auch aus diesem Grund) relativ viel Zeit mit ihr verbringen konnte. So hart es teilweise auch war, gefiel es mir deshalb schon damals. Deshalb denke ich noch heute gerne daran – an die Zeit mitten in der Nacht.

August 19 2013

Heute ist kein guter Tag für dich!

Screenshot_JELLO-Video

Manchmal, wenn dir das Leben mit voller Härte ins Gesicht steigt und dir sagt “Heute ist kein guter Tag für dich” – also zum Beispiel jeden Montag in der Früh – da hilft nur noch eines: ein Schokopudding. Das sagt uns zumindest die Werbung.

Doch, daran glauben UltimateMoms nicht. Nach einer Nacht, in der wir liebevoll mit allen Extremitäten unserer lieben Kleinen aus unseren eigenen Betten hinaus bugsiert werden, uns im hart erkämpften Limbus zwischen Schlaf und dem “Nicht mehr schlafen können” gerade noch auf die Schlummer-Seite schlagen und um dann in den nächsten 5 Minuten doch noch vom Wecker des Grauens in die Realität geholt zu werden… tja, da brauchen wir nicht viel:

Es reicht uns die Liebe unserer Familien, die uns durch den Tag beschwingt tänzeln lässt und uns noch vor dem Einbrauch der Nacht nach Hause trägt um noch ein letztes Lächeln unserer Kids zu erhaschen, bevor sie sich müde vom Tagwerk an ihre nächtlichen Turnübungen machen. Ja, das ist der Stoff aus dem Träume gemacht sind. Das ist der Treibstoff der UltimateMoms.

Und für alle anderen, für die das noch nicht reicht, tja, für die gibt es noch Alkohol, Drogen und die eine oder andere Packung Schokopudding.

August 12 2013

Hallo, Zahnfee!

„Bei uns gab’s das ja alles nicht“, ist immer noch die scharmanteste Art zu sagen: „Den Schas brauch’ ma net!“ Reflexartig war ich nämlich genau dieser Meinung, als wir vor einem Jahr die ersten Zähne verloren haben. Wir: also das Kind, das die ganze Arbeit machte, und ich, der vom Mitleid Gebeutelte. Anfang September geschah das, zwei Tage vor Töchterleins fünftem Geburtstag.

Reflexartig wurde dann auch gleich mal die Zahnärztin angerufen und mit der bangen Frage konfrontiert, ob denn das in dem Alter nicht viel zu früh wäre? (Damals wurde auch die Erinnerung an den Tag nach der Kindesgeburt wach, als in mittelpanischer Stimmung die Hebamme angerufen ward um ihr mitzuteilen, der Säugling habe ein Loch im vorderen Schädelbereich. Aber: Ne ne, du, lass ma’ – das nenne sich Fontanelle und die sinke stets ein, wenn der Flüssigkeitsgehalt des neuen Menschleins schwindet. Eigentlich ganz praktisch, so eine Wasserstandsanzeige. Doch ich schweife ab.)

New! Tooth Holder Plush, by Mandy Jouan, http://www.flickr.com/photos/bahkubean/2956924785/Die ersten zwei Milchzähne waren also draußen, die Kleine guter Dinge und von der Kindergarten-Clique offensichtlich gut vorbereitet worden: „Jetzt kommt die Zahnfee!“, freute sie sich. Und das Elternpaar verfiel. Immerhin, es war Abend – woher nehmen, wenn nicht stehlen (egal, was – Hauptsache, es klebte Feenstaub dran…)!? Die Frage, ob’s das braucht oder nicht, war rasch geklärt: Die Jungfamilie entschied zwei zu eins, und die Eins war ausnahmsweise auf Daddy gegendert. Auf die Argumentationsnot, inwiefern zwei Zähne nur ein Geschenk wert wären, besannen wir uns rechtzeitig, kramten in der Geburtstagskiste, die diesen Titel ja auch nur leihweise und längstens bis zur Weihnachtszeit trug, und widmeten zwei kleinere Packerl auf Tinkerbells Cousine um.

Die Freude am nächsten Morgen hätte kaum größer sein können; aber wir hatten uns damit auch ins dunkle Reich der amerikanisierten Kindheit begeben: Als nächstes, das lag auf der Hand, würde der Halloween-Bann fallen, irgendwann besuchte uns dann im Winter nur mehr der bärtige Rote (Aber wir haben doch keinen Kamin!), und am Ende steckt man die Alten ins Heim. Vorhang.

Nun, elf Monate später, hat sich der Großteil dieser Ängste als nicht ganz so drängend erwiesen, wenngleich wir am 31. Oktober schon ein ordentliches Streifer’l abbekommen haben. Die Zahnfee war über die gesamte Zeitspanne vergessen, schlug dann Mitte Juli nochmals doppelt zu, spendete am nächsten Morgen wieder erfolgreich Trost und steht seither in Rufbereitschaft: Vier Wackler auf einmal – die Kleine sollte Lotto spielen. Und solange der lustige Kollege von den Ultimate Moms ihr nicht wirklich den „Papa haut uns!“-Schmäh einredet, lass ich die Zahnfee-Legende auch nicht auffliegen.

Foto: New! Tooth Holder Plush, by Mandy Jouan

July 07 2013

Die Moms sind zurück

Ja, wir sind wieder da. Naja, so wirklich waren wir ja nie weg, aber im Blog hat sich nun für einige Zeit nichts getan. Es gab ca 100.000 andere Dinge um die wir uns kümmern mussten – die Jobs, die Familien, die Freunde und nicht zuletzt die Kids…

Wir haben diese Blog-freie Zeit genutzt um unsere Batterien wieder aufzutanken: haben Berge bestiegen und dort meditiert, uns jeden Tag sportlich betätigt und schlaue Ratgeberbücher gelesen. Dann sind wir wieder in die Realität zurück gekehrt und haben die restlichen 99 % der Zeit so viel geackert wie selten in unseren Leben.

Was wir auch gemacht habe ist, uns auch (design)technisch ein wenig zu erneuern. Aber da halten wir es wie mit der Kindererziehung – mit der ist man auch nie fertig. Also, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten bei uns sicherlich noch das eine oder andere tun.

Wie auch immer… nun geht es endlich wieder los. Wir wünschen euch viel Spaß dabei!

 

 

 

 

 

January 04 2013

Wawa war gestern

Vor einigen Jahren, ich war unterwegs mit Freunden, kam ich mir vor, wie der der herabgestiegene Tanzgott auf Erden-Urlaub. In einer der Wiener Diskos ließ ich die Hüften schwingen und kam mir in etwa so jung vor, wie die Meute, die mich umgab. Nicht, dass mir mein Alter jemals Kopfzerbrechen bereitet tätte, aber zum allerersten Mal im meinem Leben merkte ich damals, dass der Spruch „man ist so alt, wie man sich fühlt“ einfach nicht stimmen kann. Denn während ich auf der Tanzfläche abging, wie die freigelassene Horde Erstklässler ohne Aufsicht, merkte ich plötzlich im Augenwinkel, wie ich mit dem eindeutigen „Was ist mit dem alten Knacker los“-Blicken bedacht wurde.

Einige Jahre später – wenige Wochen ist es her – war ich Zeuge, wie mein kleines Mädchen die sommerliche Badegelegenheit (vulgo „Pool“) nicht wie üblich mit einem verzückten „Wawa!“ sonder einem astreinen „Wasser“ bedachte. Damit bewies sie, dass das Sprichwort “Man ist nur so als, wie man sich fühlt” tatsächlich nicht stimmen kann.

Wie die Zeit vergeht: gestern noch Wawa, heute schon Wasser. Gestern noch jung, heute nicht mehr ganz… So ist das eben. Dass man selbst tatsächlich auch älter wird, merkt man an den eigenen Kindern – und den fremden.

August 10 2012

Schlechtwetter ist ausgesetzt
Die letzte Schlechtwetterperiode brachte mich dazu, an den verfrühten Herbst zu glauben. Aus Angst, der Regen könnte bis in den Dezember dauern, entschied ich meinen Nachwuchs mit der bestmöglichen Ausrüstung auszustatten um den widrigen Wetterverhältnissen zu trotzen. Man weiß ja nie, wann der Wienfluß aus den Ufern treten könnte. Männer kaufen immer gleich schnell ein [...]

July 16 2012

Nimm mich mit!
Sobald man ein Kind hat, kann man nicht mehr einfach mal auf die Schnelle aus dem Haus gehen. Man muss sich vorbereiten – jedes einzelne Mal – sonst bekommt man die eigene Spontanität zu spüren. Zumeist vergisst man genau das, was man unbedingt genau dann braucht, wenn man es nicht mithat. Das Zahngel zum Beispiel. [...]

May 21 2012

Concord Transformer Pro Kindersitz im Test
Im Bereich der Kinderausstattung hat Mann nicht viele Bereiche, in denen man quasi autonom entscheiden darf, was angeschafft wird. Sogar bei der Wahl des Kinderwagens beschränkt sich das Mitspracherecht auf die Recherche und die technische Ausstattung des Gefährts – die Entscheidung fällt aber zumeist doch die Frau. Denn, sie ist schließlich diejenige, die zumindest im [...]

March 23 2012

Gastbeitrag: Vaterkarenz und verpflichtender Papamonat
Ich war in Karenz und es war gut. Für mich, meine Frau und unser Kind. Warum trotz der gesetzlichen Möglichkeiten nur 5% der Väter in Karenz gehen, kann ich nur teilweise nachvollziehen, aber es gibt einige Gründe, welche die Entscheidung verständlich machen. Geht es nach der Initiative „Echte Männer gehen in Karenz“, war es für [...]

September 19 2011

Karlich und Kinderlärm – Vorhang auf!
Vor einigen Wochen wurde ich in die Barbara-Karlich-Show geladen. Es sollte das Thema “Kinderlärm” diskutiert werden. Die Vorgeschichte findest du hier. Auftritt! “Und das ist Gottfried! Er will beim Essen im Wirtshaus seine Ruhe haben. Auch wenn sein Kind inzwischen lärmt.”  Toll! Das hab ich weder so gesagt, noch gemeint. Erstmal krieg ich ein Gefühl [...]

September 13 2011

Karlich und Kinderlärm
Das Mail eines Redakteurs hielt ich erst für den täglichen Spam im Postfach. Es war allerdings eine Telefonnummer hinterlassen. Ich möge mich doch melden sofern ich Interesse an einer Teilnahme hätte. In der Barbara-Karlich-Show. Ich? Als Jungspund oder wie jetzt? Na egal. Rückruf Er sei bei der Recherche über die ultimatemoms und damit auf mich [...]

September 01 2011

Unterwegs mit Kindern – im Bugaboo
“Bugaboos, gern, hier bitte” und die Augen des Verkäufers begannen fast unmerklich zu leuchten. Jaja, ausreden will dir dieses Teil kaum jemand. Sofort werden Farbkombis, Gadgets, Funktionen vorgeführt, die Handelsspannen auf dieses Produkt könnten durchaus ausgiebig sein. Ausgeredet hat uns weder der Verkäufer den Bugaboo, noch unsere Freunde, die kurz davor zuschlugen und uns den [...]

August 24 2011

Sicherheit in Österreichs Kindergärten – Kindergarten ein Hort der Gefahr?
Diebstahl von Kleinkinderfotos verunsichert Eltern! Stellen Sie sich vor, im Kindergarten verschwinden Fotos Ihres Kindes. Stellen Sie sich vor, dass sonst nichts weiter gestohlen worden ist. Stellen Sie sich weiter vor, dass dabei sogar ein Kasten aufgebrochen werden musste und eine Handtasche mit Wertgegenständen durchwühlt wurde, aber ausschließlich Fotos von Kleinkindern mit der Kamera verschwunden [...]

August 20 2011

„Schneller, schneller!” – Radfahren mit Kind
Am beruhigtesten fühlen sich Mami und Papi im Straßenverkehr immer noch, wenn der Nachwuchs fest angeschnallt am Gepäckträger hängt. Natürlich nicht fies mit dem Bügel festgeklemmt, sondern gemütlich im Kindersitz. Vielleicht noch mit einem Keks in der Hand. Der Wind streicht ihm durchs Haar (soweit er’s durch den Helm schafft), Bambina ist gut gelaunt, und [...]

August 10 2011

Das Laufrad im Test – unser neuer ständiger Begleiter
Drehen. Krabbeln. Kraxeln. Gehen. Laufen. Und jetzt? Für ein Fahrrad noch zu klein. Ein Laufrad also. Unterschied: Pedale. Der Boden wird mit den Füßen unter den Rädern vorbeigeschoben. Als Vorstufe quasi. Der Gleichgewichtssinn wird dabei aufs Fahrrad vorbereitet. Stützräder werden wir uns dabei sparen. Ja wir. Hinter einem Kinderfahrrad den Sattel haltend hinterherlaufen ist nicht [...]
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